Inventionen 1

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Zur Aktualisierung poststrukturalistischer Theorie
Das einflussreichste Theoriegefüge des ausgehenden 20. Jahrhunderts ist in die Jahre gekommen: Entstanden im politischen Kontext und den sozialen Milieus der 1960er und 1970er Jahre, war der "Poststrukturalismus" keine Schule, und seine ProtagonistInnen arbeiteten nicht notwendigerweise zu den selben theoretischen Fragen. Er war vielmehr eine intellektuelle Hoch konjunktur, die mit tiefgehenden Umformungen der Lebensstile und Wissensformen, mit neuen diskursiven Ordnungen und sozialen Praxen einherging. Viele seiner bedeutenden AutorInnen, unter ihnen die Theorie-Stars Foucault, Deleuze und Derrida, sind heute nicht mehr am Leben. Umso leichter gelingt es in unterschiedlichen Zusammenhängen, ihre Theoriebildung zu vereinnahmen, zu dekontextualisieren, zu entpolitisieren, nach Jahrzehnten der Hegung an den subkulturellen Rändern politisch zu zerreiben oder im akademischen Mainstream zu verharmlosen. Der erste Band der Reihe Inventionen präsentiert aktuelle Positionen poststrukturalistischer Theorie und versucht eine Neu zusammensetzung ihrer Ströme. Deren Basis ist die Wieder aneignung zentraler Begriffe der zeitgenössischen politischen Philosophie wie Potenzialität, Ereignis, Transversalität oder Assemblage. In der Zusammensetzung dieser Begriffe und der mit ihnen verbundenen Theoreme soll ein erster Schritt getan werden, jenes neue Begriffsgefüge zu entwickeln, das über das Label des "Poststrukturalismus" hinausgeht.Mit Beiträgen von Christoph Brunner, Antke Engel, Katja Diefenbach, Maurizio Lazzarato, Isabell Lorey, Boyan Manchev, Erin Manning, Brian Massumi, Angela Mitropoulos, Antonio Negri, Roberto Nigro, Stefan Nowotny, Jasbir Puar, Gerald Raunig, Judith Revel, Encarnación Gutiérrez Rodríguez und Thomas Seibert.

Das einflussreichste Theoriegefüge des ausgehenden 20. Jahrhunderts ist in die Jahre gekommen: Entstanden im politischen Kontext und den sozialen Milieus der 1960er und 1970er Jahre, war der »Poststrukturalismus« keine Schule, und seine ProtagonistInnen arbeiteten nicht notwendigerweise zu den selben theoretischen Fragen. Er war vielmehr eine intellektuelle Hochkonjunktur, die mit tiefgehenden Umformungen der Lebensstile und Wissensformen, mit neuen diskursiven Ordnungen und sozialen Praxen einherging.

Viele seiner bedeutenden AutorInnen, unter ihnen die Theorie-Stars Foucault, Deleuze und Derrida, sind heute nicht mehr am Leben. Umso leichter gelingt es in unterschiedlichen Zusammenhängen, ihre Theoriebildung zu vereinnahmen, zu dekontextualisieren, zu entpolitisieren, nach Jahrzehnten der Hegung an den subkulturellen Rändern politisch zu zerreiben oder im akademischen Mainstream zu verharmlosen.

Der erste Band der Reihe Inventionen präsentiert aktuelle Positionen poststrukturalistischer Theorie und versucht eine Neuzusammensetzung ihrer Ströme. Deren Basis ist die Wiederaneignung zentraler Begriffe der zeitgenössischen politischen Philosophie wie Potenzialität, Ereignis, Transversalität oder Assemblage. In der Zusammensetzung dieser Begriffe und der mit ihnen verbundenen Theoreme soll ein erster Schritt getan werden, jenes neue Begriffsgefüge zu entwickeln, das über das Label des »Poststrukturalismus« hinausgeht.


Autorentext

Roberto Nigro, Philosoph, Programmdirektor am Collège International de Philosophie, Paris; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theorie der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK); Seit Juli 2009 Habilitationsprojekt zur Kulturgeschichte des Staatsstreichs und Repräsentation; Publikationen (Auswahl): Michel Foucault, Introduction to Kant's Anthropology, Semiotext(e), Los Angeles, 2008; 'La question de l'Anthropologie dans l'interprétation althussérienne de Marx', in Jean-Claude Bourdin (Hrsg.): Althusser, une lecture de Marx, PUF, Paris 2008; "Foucault e Kant: la critica della questione antropologica", in Mario Galzigna (Hrsg.): Foucault, oggi, Feltrinelli, Milano, 2008. Gerald Raunig: Philosoph und Kunsttheoretiker; arbeitet an der Zürcher Hochschule der Künste (Departement Kunst und Medien, Leitung der Vertiefung Theorie) und am eipcp (European Institute for Progressive Cultural Policies); Koordinator der transnationalen eipcp-Forschungsprojekte republicart, transform und Creating Worlds; Habilitation und venia docendi für Philosophie am Institut für Philosophie der Universität Klagenfurt/A; (Mit-)Herausgeber der Buchreihen "republicart. Kunst und Öffentlichkeit" und "es kommt darauf an. Texte zur Theorie der politischen Praxis" im Wiener Verlag Turia+Kant; Redaktionsmitglied des multilingualen Webjournals transversal und der Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik Kulturrisse.Isabell Lorey lehrt Politische Theorie, Kulturwissenschaften und Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Wien. Sie war u.a. Assistenzprofessorin für Gender und Postcolonial Studies an der Universität der Künste in Berlin und Nachrichtenredakteurin beim Fernsehen.


Klappentext

Das einflussreichste Theoriegefüge des ausgehenden 20. Jahrhunderts ist in die Jahre gekommen: Entstanden im politischen Kontext und den sozialen Milieus der 1960er und 1970er Jahre, war der »Poststrukturalismus« keine Schule, und seine ProtagonistInnen arbeiteten nicht notwendigerweise zu den selben theoretischen Fragen. Er war vielmehr eine intellektuelle Hoch­konjunktur, die mit tiefgehenden Umformungen der Lebensstile und Wissensformen, mit neuen diskursiven Ordnungen und sozialen Praxen einherging. Viele seiner bedeutenden AutorInnen, unter ihnen die Theorie-Stars Foucault, Deleuze und Derrida, sind heute nicht mehr am Leben. Umso leichter gelingt es in unterschiedlichen Zusammenhängen, ihre Theoriebildung zu vereinnahmen, zu dekontextualisieren, zu entpolitisieren, nach Jahrzehnten der Hegung an den subkulturellen Rändern politisch zu zerreiben oder im akademischen Mainstream zu verharmlosen. Der erste Band der Reihe >Inventionen 6 - 8 Vorwort (Jörg Huber) 9 - 19 Inventionen (Isabell Lorey, Roberto Nigro, Gerald Raunig) 24 - 26 gemeinsam (Isabell Lorey, Roberto Nigro, Gerald Raunig) 27 - 37 Das Gemeinsame konstruieren (Judith Revel) 38 - 50 Auf der Suche nach dem Common Wealth (Antonio Negri) 54 - 56 prekär (Roberto Nigro, Gerald Raunig) 57 - 71 Von der Prekarität zum Risikomanagement und darüber hinaus (Angela Mitropoulos) 72 - 86 Gouvernementale Prekarisierung (Isabell Lorey) 90 - 93 potentia (Roberto Nigro, Gerald Raunig) 94 - 109 Un/vermögende Politik (Katja Diefenbach) 110 - 124 Potenzialitäten (Thomas Seibert) 128 - 130 Kon-/Disjunktion (Christoph Brunner) 131 - 142 Konjunktion, Disjunktion, Gabe (Brian Massumi) 143 - 154 Sieben Propositionen zur Unmöglichkeit der Isolation (Erin Manning) 158 - 160 Ereignis (Roberto Nigro, Gerald Raunig) 161 - 174 Die Dynamik des politischen Ereignisses (Maurizio Lazzarato) 175 - 190 Ereignisgewimmel (Stefan Nowotny) 194 - 196 Transversalität (Roberto Nigro, Gerald Raunig) 197 - 213 Vermögen, Ausbeutung und Widerstand der Subjekt-Körper (Boyan Manchev) 214 - 229 Politiken der Affekte (Gutiérrez Rodríguez Gutiérrez Rodríguez) 234 - 236 Queere Assemblagen (Roberto Nigro, Gerald Raunig) 237 - 252 Queer/Assemblage (Antke Engel) 253 - 270 »Ich wäre lieber eine Cyborg als eine Göttin.« (Jasbir Puar) 273 - 275 AutorInnen und ÜbersetzerInnen

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783037341537
    • Editor Roberto Nigro, Isabell Lorey, Gerald Raunig
    • Sprache Deutsch
    • Auflage 02.2011
    • Größe H213mm x B136mm x T25mm
    • Jahr 2016
    • EAN 9783037341537
    • Format Kartonierter Einband (Kt)
    • ISBN 978-3-03734-153-7
    • Veröffentlichung 31.03.2011
    • Titel Inventionen 1
    • Untertitel Gemeinsam. Prekär. Potentia. Kon-/Disjunktion. Ereignis. Transversalität. Queere Assemblagen
    • Gewicht 392g
    • Herausgeber Diaphanes Verlag
    • Anzahl Seiten 280
    • Lesemotiv Verstehen
    • Genre Sonstige Philosophie-Bücher

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