Johann Peter Hebel

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Details

Johann Peter Hebel gehört zum Erbe klassischer deutscher Bildung. Kannitverstan und Unverhofftes Wiedersehen stehen als Meisterstücke seiner Kalendergeschichten in jedem Lesebuch, Muster einer kunstvollen wie volksnahen Literatur. Seinen Ruhm hatte zu Lebzeiten Goethes Urteil befördert, Hebel sei es als erstem gelungen, auf die naivste, anmutigste Weise im bäuerlich-kleinbürgerlichen Milieu den Weltentwurf der Aufklärung zu vermitteln wie umgekehrt die bahnbrechend neue Qualität der Hebelschen Dichtung ebenso darin bestand, den als sinnvoll erkannten Bau der Welt in den Grenzen bäuerlichen Lebens zu spiegeln.
In seinem Innersten allerdings war Hebel ein gebrochener Charakter, der zeitlebens unter dem frühen Tod seiner Mutter litt. Bernhard Viel nimmt dieses Lebenstrauma als Ausgangspunkt seiner Darstellung und zeigt, dass gerade das traumatische Erlebnis des Todes Kräfte freisetzte, die Hebel zum Schöpfer staunenswert kühner Verse und zum Erfinder der modernen Kurzgeschichte machten. Auch weltanschaulich teilt sich die innere Gebrochenheit mit. Immer wieder werden Zweifel am Sinn einer Ordnung der Welt laut wenn Hebel auch in einer Art trotzigen Aufbegehrens der irdischen Vergänglichkeit das Glück einer göttlich begründeten Erlösung entgegenhält.


Autorentext

Viel


Klappentext

Johann Peter Hebel gehört zum Erbe klassischer deutscher Bildung. „Kannitverstan" und „Unverhofftes Wiedersehen" stehen als Meisterstücke seiner „Kalendergeschichten" in jedem Lesebuch, Muster einer kunstvollen wie volksnahen Literatur. Seinen Ruhm hatte zu Lebzeiten Goethes Urteil befördert, Hebel sei es als erstem gelungen, „auf die naivste, anmutigste Weise" im bäuerlich-kleinbürgerlichen Milieu den Weltentwurf der Aufklärung zu vermitteln - wie umgekehrt die bahnbrechend neue Qualität der Hebelschen Dichtung ebenso darin bestand, den als sinnvoll erkannten „Bau der Welt" in den Grenzen bäuerlichen Lebens zu spiegeln. In seinem Innersten allerdings war Hebel ein gebrochener Charakter, der zeitlebens unter dem frühen Tod seiner Mutter litt. Bernhard Viel nimmt dieses Lebenstrauma als Ausgangspunkt seiner Darstellung und zeigt, dass gerade das traumatische Erlebnis des Todes Kräfte freisetzte, die Hebel zum Schöpfer staunenswert kühner Verse und zum Erfinder der modernen Kurzgeschichte machten. Auch weltanschaulich teilt sich die innere Gebrochenheit mit. Immer wieder werden Zweifel am Sinn einer Ordnung der Welt laut - wenn Hebel auch in einer Art trotzigen Aufbegehrens der irdischen Vergänglichkeit das Glück einer göttlich begründeten Erlösung entgegenhält.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783406598364
    • Sprache Deutsch
    • Autor Bernhard Viel
    • Titel Johann Peter Hebel
    • Veröffentlichung 18.03.2010
    • ISBN 978-3-406-59836-4
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783406598364
    • Jahr 2010
    • Größe H217mm x B139mm x T25mm
    • Untertitel oder Das Glück der Vergänglichkeit. Eine Biographie
    • Gewicht 510g
    • Auflage 1. A.
    • Genre Künstler- & Schriftsteller-Biografien
    • Lesemotiv Entdecken
    • Anzahl Seiten 296
    • Herausgeber Beck C. H.

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