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Kommunale Kulturpolitik aus der »Kraft der Gegenwart«
Details
Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen am Beispiel kommunaler Kulturpolitik der Industriestädte Gelsenkirchen und Wolfsburg in der jungen Bundesrepublik. Gelsenkirchen und Wolfsburg nahmen vor dem Hintergrund ihrer besonderen Stadtwerdung sowie herausgehobenen Teilhabe am Wirtschaftswunder einen Sonderstatus im bundesrepublikanischen Vergleich ein. Daraus speiste sich im Kontext der von beiden Industriestädten betriebenen Kulturpolitik ein Emanzipationsbestreben: von der eigenen NS-Vergangenheit, den traditionsreichen Städten der unmittelbaren Umgebung und den auch kulturpolitisch wirkmächtig auftretenden lokalen Industrieunternehmen. Dabei sollten groß angelegte und innovative Kulturprojekte identitätsstiftend wirken und bauliche wie ideologische Leerstellen ausfüllen, aber auch integrativ und bisweilen volkserzieherisch funktionieren. Städtische Entscheiderinnen und Entscheider waren dabei einflussreiche Akteurinnen und Akteure, die im kulturpolitischen Versuchslabor eigene Ambitionen und Vorstellungen hatten. Die durchaus experimentierfreudigen kulturpolitischen Suchbewegungen innerhalb der gegebenen wie auch selbst geschaffenen Räume offenbaren im bundesrepublikanischen Kontext einen doppelten Vorsprung: Sowohl im Bereich der kulturpolitischen Programmatik als auch bei der Zuwendung zur kontrovers diskutierten zeitgenössischen Kunst waren beide Industriestädte ihrer Zeit voraus - wenn auch nicht ohne deutliche Ambivalenten. So spiegelt sich die konfliktbehaftete demokratische Findungsphase der 1950er und 1960er Jahre in beiden Kommunen wie unter einem Brennglas betrachtet wider.
Autorentext
Fabian Köster, geb. 1990, studierte Germanistik, Geschichte und Kulturpoetik der Literatur und Medien an der Universität Münster und promovierte als Stipendiat des Instituts für braunschweigische Regionalgeschichte mit vorliegender Studie an der Universität Hamburg. Veröffentlichungen u. a.: Kunst in der Kommune. Über die Gleichzeitigkeit von Innovation und Kontinuität deutscher Kunstpolitik nach 1945, Hg., zusammen mit Annika Becker, Daniel Schmidt und Christiane Wanken (2024); »So will ich dir Gruß aus weiter Ferne schicken.« Feldpost des westfälischen Landsturmmanns Heinrich Echtermeyer, 1916-1918, Hg., zusammen mit Alexander Kraus (2021).
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Autor Fabian Köster
- Titel Kommunale Kulturpolitik aus der »Kraft der Gegenwart«
- Veröffentlichung 29.10.2025
- ISBN 978-3-8353-5932-1
- Format Fester Einband
- EAN 9783835359321
- Jahr 2025
- Größe H222mm x B140mm x T32mm
- Untertitel Entscheidungsprozesse in den Industriestädten Gelsenkirchen und Wolfsburg
- Gewicht 678g
- Auflage 1. A.
- Genre Regional- und Ländergeschichte
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 394
- Herausgeber Wallstein Verlag GmbH
- GTIN 09783835359321