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Komponistinnen und Musikerinnen im Fokus: Genderfragen an Rhein, Main und Themse
Details
Während musikalische Regionalgeschichtsforschung seit Jahrzenten in der Musikwissenschaft etabliert ist, gewinnt die Fokussierung auf weibliches Handeln in der Musikgeschichte erst in den letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung: Ob als Mäzenin, Pädagogin, Sängerin, Instrumentalistin oder Komponistin ohne Frauen waren auch frühere Jahrhunderte musikalisch nicht denkbar. Der vorliegende Sammelband vereint die Beiträge, die 2023 im Rahmen einer Tagung der Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte auf Schloss Engers am Rhein präsentiert wurden. Erstmals ging es darum, gezielt Genderfragen im regionalgeschichtlichen Kontext zu thematisieren. Das Ergebnis ist ein erstaunlich breites Panorama an musikalischen Aktivitäten von Frauen. Dass der vorliegende Band den Blick aber auch auf andere Regionen, vorrangig England bzw. London, richtet und nach musikalischem Handeln von Frauen andernorts fragt, erklärt sich aus der Kooperation der Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte mit der ebenfalls in Mainz angesiedelten Landesstiftung Villa Musica Rheinland Pfalz, die der Pflege und Förderung von Kammermusik jenseits regionaler Grenzen verpflichtet ist. Das Fazit: nicht nur, aber auch für die Mittelrhein-Region spielten und spielen die musikalischen Aktivitäten von Frauen eine entscheidende Rolle. Vieles gilt es zukünftig zu erforschen, aber ein Anfang ist gemacht.
Inhalt
Vorwort - Axel Beer: Versuch einer Keynote - Corinna Herr: Musikwissenschaftliche Frauen- und Genderforschung oder Regionalgeschichtsforschung: Konkurrenz oder Konvergenz? - Robert Abels: Franziska Lebruns Sonaten für Cembalo und Violine - Rüdiger Thomsen-Fürst: »Garnisons Organistin Bardellin«. Anna Maria Bardele, eine Mannheimer Organistin des 18. Jahrhunderts - Laura Bettag Pomonas musikalische Enkeltochter? Von der »Seelenmusik«. Sophie von La Roches zum Musikbegriff des »Ozeans« bei Bettina von Arnim - Karl Böhmer: Primadonna Laura Sirmen. Zur Gesangskarriere der venezianischen Geigerin und Komponistin in London, Italien und Dresden - Michael Kube: »eine unserer geschätztesten Componistinnen«. Zu Kontext, Stil und Rezeption der Streichquartette von Emilie Mayer - Helma Brunck: Die Frankfurter Salonnière Clotilde Koch-Gontard (18131869) und ihr Künstlerkreis - Britta Stallmeister: Mathilde Marchesi oder Die außergewöhnliche Karriere einer Gesangspädagogin aus Frankfurt - Lina Varlemann: Wilma Neruda Die erste Primaria bei den Popular Concerts in London. Zur Beteiligung von Violinistinnen an kammermusikalischen Konzerten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts - David Reißfelder: Wandelnde Modelle:Kammermusik englischer Komponistinnenn (Smyth, Maddison, Clarke), 18801920 - Kristina Krämer: Komponistinnen im Programm von Frankfurter Musikverlagen - Fabian Kolb: Künstlerinnen-Rollen vom Main: Pianistinnen im Duca-Klavierrollen-Repertoire der Frankfurter Musik-Werke-Fabrik J. D. Philipps & Söhne - Peter Niedermüller: »Mit oder ohne Damen?« Musik und Geschlechterstereotype im Rheinfilm am Beispiel von Die vom Niederrhein (D 1933) - Tanja Geschwind:Ein weibliches Genie? Zum Vorwurf des »Konservatismus« und zur Problematik des Frauenbilds bei Johanna Senfter - Ursula Kramer:Schauspielmusik von Frauen der Fall Aleida Montijn - Florian Zimmermann: Frauen bei den Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt - Personenregister
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783795734220
- Editor Ursula Kramer
- Sprache Deutsch
- Größe H240mm x B170mm
- Jahr 2025
- EAN 9783795734220
- Format Fester Einband
- ISBN 978-3-7957-3422-0
- Veröffentlichung 12.11.2025
- Titel Komponistinnen und Musikerinnen im Fokus: Genderfragen an Rhein, Main und Themse
- Untertitel Herausgegeben von Ursula Kramer. Band 49.
- Gewicht 679g
- Herausgeber Schott Music
- Anzahl Seiten 292
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Sonstige Musikbücher