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Können Bilder töten?
Details
Wer wollte heutzutage leugnen, dass Bilder als Machtinstrumente eingesetzt werden. Karikaturenstreit, Folterfotos, Videobotschaften, die Endlosschleifen der Fernsehbilder des 11. September, Ballerspiele... Rund um die Uhr berieselt uns das Fernsehen mit Schreckensbildern und Gewaltdarstellungen in jeder Form, die uns abstumpfen, aber auch so die populäre Ansicht für die wachsende Gewalt unserer Gesellschaften mitverantwortlich sind. Marie-José Mondzain drängt uns zum Ausgang aus der resignierten Gleichgültigkeit gegenüber den Bildern. Anstatt jedoch die Gewalt des Bildes selbst anzuprangern und zu einem Verbot bestimmter Bilder aufzufordern, fragt sie nach der Geschichtlichkeit von Bildern der Gewalt und danach, ob es denn wirklich das Bild selbst ist, das Gewaltexzesse provoziert. Wie sie zeigt, ist es gerade das Bild, welches das Christentum in den zwanzig Jahrhunderten seines Bestehens begründet und bis ins letzte durchdekliniert hat: »Die Passion Christi, und das ist zugleich die Passion des Bildes, hat sich im Bild der Passion abgespielt.« Ein Plädoyer gegen unhinterfragte Sehverbote und ein Anstoß zum bewussten Umgang mit den Bildern.
Autorentext
Marie-José Mondzain ist Kunsttheoretikerin und Philosophin am Departement »Communication et Politique« des Centre national de la recherche scientifique in Paris. Sie ist Autorin bedeutender Studien im Feld der Bildtheorie, insbesondere zur byzantinischen Ikonologie.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783935300780
- Sprache Deutsch
- Editor Ronald Voullié
- Übersetzer Ronald Voullié
- Jahr 2006
- EAN 9783935300780
- Format Paperback
- ISBN 978-3-935300-78-0
- Veröffentlichung 31.10.2006
- Titel Können Bilder töten?
- Autor Marie-José Mondzain
- Herausgeber Diaphanes Verlag
- Anzahl Seiten 64
- Lesemotiv Auseinandersetzen
- Genre Epochen- & Kunstgeschichte
- Auflage 1. Aufl. 10.2006