Leben als Konsum

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Details

»Ich shoppe, also bin ich « so fasst Zygmunt Bauman den Wandel unserer Gesellschaft zusammen, die sich von einer Gesellschaft der Produzenten in eine Gesellschaft der Konsumenten transformiert.

In dieser Verbrauchergesellschaft werden die Individuen selbst zur Ware, sie müssen sich auf dem Markt als Konsumgut bewerben und verkaufen. Sie sind zugleich Konsument, aber auch Handelsartikel und Vermarkter, Ware und Verkäufer.

In einer solchen Gesellschaft sind Arme keine (potentiellen) Arbeitskräfte oder Objekte des Sozialstaates, sondern gescheiterte Verbraucher, nicht brauchbare Güter. Völlig nutzlos, werden sie als menschlicher »Abfall« angesehen, für den im Zeichen der Deregulierung niemand Verantwortung zu übernehmen hat.

Autorentext
Zygmunt Bauman (1925-2017) war von 1972 bis 1990 Professor für Soziologie an der Universität Leeds.

Klappentext

'Ich shoppe also bin ich ...' - so fasst Zygmunt Baumann den Wandel unserer Gesellschaft zusammen, die sich von einer Gesellschaft der Produzenten in eine Gesellschaft der Konsumenten transformiert. In dieser Verbrauchergesellschaft werden die Individuen selbst zur Ware, sie müssen sich auf dem Markt als Konsumgut bewerben und verkaufen. Sie sind zugleich Konsument, aber auch Handelsartikel und Vermarkter, Ware und Verkäufer. Der Wandel, den Zygmunt Bauman im Blick hat, beruht auf der Verschiebung der Dominanz von der Protektion zur Konsumtion und einer daraus folgenden Neudefinition des Menschen. Zygmunt Bauman untersucht die Auswirkungen der vom Konsum bestimmten Haltungen und Verhaltensmuster auf verschiedene scheinbar nicht miteinander verbundene Aspekte des sozialen Lebens: auf Politik und Demokratie, soziale Spaltungen und Schichtungen, auf Gemeinschaften und Partnerschaften, Identitätsbildung und die Produktion sowie den Gebrauch von Wissen und Wertorientierungen. Mit dem Schwinden der moralischen Integration in Gruppen und Familien mindert sich auch die Bereitschaft, im Kleinen Verantwortung für andere zu übernehmen und im Großen einen Sozialstaat einzufordern. Und die Armen erscheinen nicht mehr als (potentielle) Arbeitskräfte oder Objekte des Sozialstaats, sondern als gescheiterte Verbraucher, als nicht brauchbare Güter. Da sie in einer solchen Gesellschaft völlig nutzlos sind, werden sie als menschlicher 'Abfall' angesehen, für den - im Zeichen der Deregulierung - niemand Verantwortung zu übernehmen hat. Die Invasion und Kolonisierung des Geflechts menschlicher Beziehungen durch marktinspirierte und - geformte Weltanschauungen und Verhaltensmuster sind - neben den Quellen des Unmuts, des Dissens und des gelegentlichen Widerstands gegen diese 'Besatzungsmächte' - die zentralen Themen dieses Buches.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783868542110
    • Übersetzer Richard Barth
    • Editor Richard Barth
    • Sprache Deutsch
    • Auflage 4. Aufl.
    • Größe H216mm x B144mm x T17mm
    • Jahr 2009
    • EAN 9783868542110
    • Format Kartonierter Einband (Kt)
    • ISBN 978-3-86854-211-0
    • Veröffentlichung 10.10.2009
    • Titel Leben als Konsum
    • Autor Zygmunt Bauman
    • Gewicht 281g
    • Herausgeber Hamburger Edition
    • Anzahl Seiten 204
    • Lesemotiv Auseinandersetzen
    • Genre Soziologie

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