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Liebestragödie
Details
Die klassische' französische Tragödie des 17. Jahrhunderts ist als Liebestragödie zu begreifen, in der (partnerschaftliche) Liebe erstmals wesensbestimmende Funktionen für die Konzeption von Handlungen und Figuren übernimmt. Nicht zufällig koinzidiert dies historisch mit fundamentalen Veränderungen der Geschlechterordnung, in deren Zuge sich ein dezidiert galantes Theaterpublikum herausbildet. Gattungsgenealogisch ist mit der Liebestragödie indes ein erhebliches Problem aufgeworfen, insofern sie in ein Spannungsverhältnis zum antiken Gattungsmodell tritt, das keine Liebestragödie im eigentlichen Sinne kennt. Die tradierte Bindung der Tragödie an einen Begriff starker' Männlichkeit wird kategorisch aufgesprengt, um neue männliche und weibliche Handlungsspielräume auszuloten. Die Liebestragödie wird damit als genuiner Beitrag Frankreichs zur Gattungsgeschichte der Tragödie und zugleich als privilegierter Ort der Verhandlung gesellschafts- und geschlechterpolitischer Fragen lesbar.
Autorentext
Hendrik Schlieper ist Juniorprofessor für Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Paderborn. Seine Forschung konzentriert sich auf die romanischen Literaturen und Kulturen seit der Frühen Neuzeit mit methodischen Schwerpunkten in den Gender Studies, den Postcolonial Studies und der Intermedialitätsforschung.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783770568765
- Sprache Deutsch
- Größe H235mm x B155mm
- Jahr 2024
- EAN 9783770568765
- Format Fester Einband
- ISBN 978-3-7705-6876-5
- Veröffentlichung 06.09.2024
- Titel Liebestragödie
- Autor Hendrik Schlieper
- Untertitel Genealogien einer französischen Gattung des 17. Jahrhunderts
- Gewicht 830g
- Herausgeber Brill I Fink
- Anzahl Seiten 409
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Allgemeine & vergleichende Literaturwissenschaft
- Auflage 2024