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Literatur und Zeitung
Details
Die Zeitung sei das Stiefkind der Literatur, wird oft behauptet. Der Band «Literatur und Zeitung» versammelt dagegen neue Belege dafür, dass die Literatur den Journalismus ebenso befruchten kann wie der Journalismus die Literatur. Gross ist die Zahl von Autoren der deutsch-sprachigen Schweiz, die wie Gotthelf, Inglin, Loosli oder Frisch zuerst als Journalisten an die Öffentlichkeit treten und sich so an ihre literarischen Werke heranschreiben. An Robert Walser, Emmy Hennings, Friedrich Dürrenmatt oder Hansjörg Schneider lässt sich studieren, wie journalistische Gebrauchsformen (Kolumne, Fortsetzungsroman, Reportage) literarische Kreativität freisetzen. Arnold Kübler («Zürcher Illustrierte») oder Otto Kleiber («National-Zeitung») beweisen, dass sich ein Grenzverkehr zwischen Journalismus und Literatur auch innovativen Zeitungsredaktoren verdanken kann. Sie holen die Literatur in die Zeitung, wogegen die Zeitung in der Literatur erscheint, wenn Otto F. Walter oder Hermann Burger sie in ihren Romanen thematisieren.
Inhalt
DOMINIK MÜLLER Vorwort Journalistische Anfänge RUEDI GRAF Die Geburt der Gotthelf'schen Erzählkunst aus dem Geist der Zeitung DARIUSZ KOMOROWSKI Feuilleton versus Leitartikel in einer lokalen Ein-Mann-Zeitung: Carl Albert Looslis «Berner-Bote» (19041906) DANIEL ANNEN Zeitung ist gut, Literatur ist besser. Meinrad Inglin und der Mehrwert der Dichtung DANIEL FOPPA »Ich habe meine Landsleute sehr böse gemacht«. Max Frischs journalistische Anfänge bei der «Neuen Zürcher Zeitung» VESNA KONDRIC HORVAT »Zweifeln, in Frage stellen, eine Geschichte neu interpretieren«. Das Literarische im Journalismus von Hedi Wyss MAGNUS WIELAND Hebels Erbe. Journalistisches Erzählen bei Dieter Bachmann Vor Ort PETER UTZ Im Nomadenzelt des Feuilletons. Robert Walsers Schreiben zwischen Literatur und Zeitung, zwischen Bern und Berlin CHRISTA BAUMBERGER Schöne Aussicht. Emmy Hennings' Tessin-Feuilletons GONÇALO VILAS-BOAS Reisereportagen Annemarie Schwarzenbachs über Portugal und Marokko in der Schweizer Presse (19411942) ULRICH WEBER Die Geburt des Kriminalromans aus der Praxis des Lokaljournalismus. Hansjörg Schneider Das Medium gestaltet mit SIMONE WICHOR Arnold Kübler und die «Zürcher Illustrierte» BETTINA BRAUN Das literarische Feuilleton des Exils in der Schweiz. Die Basler «National-Zeitung» RALPH MÜLLER, FRANZISKA THIEL Roman und Serialität in der Zeitschrift. Dürrenmatts «Der Richter und sein Henker» und «Der Verdacht» im «Schweizerischen Beobachter» Zeitung in der Literatur Literatur in der Zeitung ROSMARIE ZELLER Zeitungsnachrichten und Zeitungsbetrieb im Werk Otto F. Walters oder Vom Journalisten zum Schriftsteller ELIAS ZIMMERMANN Unharmonisches im Zeitungsspiegel. Hermann Burgers «Schilten» und der Zürcher Literaturstreit PETER RUSTERHOLZ Zwischen den Fiktionen. Niklaus Meienbergs Schreiben damals und heute
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Untertitel Fallstudien aus der deutschsprachigen Schweiz von Jeremias Gotthelf bis Dieter Bachmann
- Titel Literatur und Zeitung
- Veröffentlichung 30.11.2016
- ISBN 978-3-0340-1356-7
- Format Fester Einband
- EAN 9783034013567
- Jahr 2016
- Größe H225mm x B155mm x T27mm
- Gewicht 575g
- Herausgeber Chronos Verlag
- Editor Stefanie Leuenberger, Dominik Müller, Corinna Jäger-Trees, Ralph Müller
- Genre Deutsche Sprach- & Literaturwissenschaft
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 288
- GTIN 09783034013567