Wir verwenden Cookies und Analyse-Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und für Marketingzwecke. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung.
Lorbeerkranz und Palmenzweig
Details
Lobpoesie: der Begriff ist keine Gattungsbezeichnung; die Lobdichter bedienen sich, Lorbeerkränze und Palmenzweige verleihend, verschiedener Gattungen. Lobpoesie meint auch mehr als eine thematische Ausrichtung innerhalb der Lyrik. Und der für das Lob im Alltag passende Begriff des Sprechakts wird ihrer Komplexität nicht gerecht. Aber es gibt die Lobpoesie seit Jahrtausenden und in vielen Kulturen, und oft gehört sie zum Kernbestand der lyrischen Produktion. Mit einer Auswahl von Lobdichtungen aus dem deutschsprachigen Kulturraum wird in diesem Buch die Vielfältigkeit des poetischen Lobs illustriert, die mit einem auffallenden Traditionsbewusstsein einhergeht. Nicht nur bedeutende neulateinische Dichter wie Conrad Celtis und Jacob Balde, sondern auch Lobdichter der Goethezeit stehen in der Nachfolge von Pindar und Horaz, und das gilt ebenso für einen Großteil der geistlichen Lobdichtung, die sich allerdings vor allem am biblischen Lob orientiert. Artistisch-konstruktiver Formwille dominiert seit eh und je die Lobpoesie, die sich gern selbst zum Thema macht und in ihrer Artifizialität nicht selten als Paradigma von Dichtung überhaupt verstanden wird. "Anderegg's book is a trailblazing study on the tradition of the poetry of praise from the sixteenth to the twentieth century, a comprehensive effort that, so far, had not yet been undertaken." (Paul Gebhardt in Monatshefte 4/2018)
Autorentext
Johannes Anderegg, Dr. phil., Dr. theol. h.c., em. o. Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Universität St. Gallen. Autor von Büchern zur Literaturtheorie, zur literarischen Ästhetik und zur Literatur der Goethezeit. Bei Aisthesis erschien 1999 der von ihm und Edith Anna Kunz herausgegebene Band Kulturwissenschaften. Positionen und Perspektiven und 2010 der Band Transformationen. Über Himmlisches und Teuflisches in Goethes Faust.
Inhalt
Siglen, Abkürzungen, Hinweise Vorwort I. Theatralische Inszenierung des Themas Ein rätselhafter Auftritt: Der Knabe Lenker Ein allegorisches Gespräch Exkurs zur Göttergabe Missverständnisse II. Conrad Celtis Die kulturelle Öffnung Das große Lob der antiken Dichtung Celtis und der Knabe Lenker III. Die Vorbilder Loben, was des Lobes wert: Pindar Imitatio und Vorbildlichkeit: Horaz Über die Ode und den Sänger IV. Schwierige Zeiten Poetisches Loben in deutscher Sprache: Weckherlin und Opitz Randbemerkungen zum Loben in Zeiten der Klage Gelehrte Reminiszenzen V. Das Gotteslob in den Psalmen von Konrad Schmid VI. Das Lob in der geistlichen Dichtung des 17. Jahrhunderts Nachdichtungen und Nachwirkungen der biblischen Lobdichtung Lobesermahnungen der Seele: Catharina von Greiffenberg Das Lob Jesu: Marin Opitz, Friedrich von Spee, Johann Klaj Das Lob Marias: Jacob Balde VII. Neue Töne Schulmeisterlich: Johann Christoph Gottsched Vergnügt: Barthold Heinrich Brockes Spielerisch: Gleim, Götz und Hagedorn Antikisierend: Karl Wilhelm Ramler Schwankend: Ewald von Kleist Enthusiastisch: Friedrich Gottlieb Klopstock Provokativ: Johann Gottfried Herder Heimatlos: Friedrich Hölderlin VIII. Höhenflüge Dynamik: Pindar und Horaz Aufschwünge Die hohe Zeit des Höhenflugs Pegasus Jacob Baldes Odenflug Nachbemerkung: Balde und Herder IX. Exkurs für Leser von Goethes Faust: Relativierungen der Bedeutung des Knaben Lenker Gegenbilder Fragwürdiges Loben X. Epilog: Rühmen, das ists! Dank Anhang
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Titel Lorbeerkranz und Palmenzweig
- Veröffentlichung 30.06.2015
- ISBN 978-3-8498-1076-4
- Format Kartonierter Einband (Kt)
- EAN 9783849810764
- Jahr 2015
- Größe H212mm x B151mm x T28mm
- Autor Johannes Anderegg
- Untertitel Streifzüge im Gebiet des poetischen Lobs
- Gewicht 445g
- Genre Sprach- & Literaturwissenschaften
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 295
- Herausgeber Aisthesis Verlag
- GTIN 09783849810764