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MARZELLAS GEHEIMNIS
Details
Die Freunde des Expressionismus feiern Ernst Ludwig Kirchners Gemälde Marzella seit mehr als 100 Jahren als Meisterwerk. Die fromme und gebildete Marzella Sprentzel aber empfand es nach heftigen Vorwürfen ihrer prüden, erzkonservativen Familie als Schande, dass sie sich 1910 als 14 jähriges Mädchen nackt malen ließ. Zur Schadensbegrenzung hatten ihre entsetzten Eltern die strengste Geheimhaltung der Affäre angeordnet. Die spätere Lehrerin Marzella litt lebenslang unter der Furcht, von einer skandalsüchtigen, von Doppelmoral geprägten Gesellschaft als Aktmodell von Kirchner, der als Mensch nicht den besten Ruf hatte, entdeckt zu werden. Die stolze Familienehre, insbesondere das Ansehen ihres geliebten Bruders Willibrord, der nach 1945 Propst der Dresdner Hofkirche wurde, schienen in Gefahr zu sein. Obwohl Marzella versuchte, die Malerei Episode im Laufe der Jahre zu verdrängen, wurde sie auch als reife Frau bei verschiedenen Anlässen immer wieder damit konfrontiert. Insbesondere beim emotionalen Wiedersehen mit der todkranken einstigen Freundin Fränzi, einem anderen Kindermodell der Brücke Künstler, wurde alles wieder aufgewühlt, auch Marzellas verborgene Gefühle für Ernst Ludwig Kirchner. War es damals mehr als pubertäre Schwärmerei? Vor allem aber erinnerte sie sich detailliert an die freizügige Atmosphäre im Atelier, die erotisch überladene Dekoration sowie den fragwürdigen sexuellen Umgang der Maler mit vielen Frauen. Gab es etwa auch Kindesmissbrauch? Hat sich Marzella verführen lassen? Waren die Vorhaltungen gegen sie also gerechtfertigt, oder hatte man ihr einen Schuldkomplex, der zu einer dauerhaften Psychose wurde, nur eingeredet?
Autorentext
Jochen Sprentzel, Jahrgang 1943, hat 40 Jahre als ARD Journalist gearbeitet. Zunächst in verschiedenen aktuellen Redaktionen, ehe er sich seinen Jugendtraum erfüllte und Sportreporter wurde. Als Fernseh-bzw. Hörfunkreporter durfte er 16 olympische Spiele und 7 Fußball Weltmeisterschaften kommentieren. Seit er überraschend erfuhr, dass Marzella Sprentzel, die Cousine seines Großvaters, dem Brücke Maler Ernst Ludwig Kirchner 1910 als Kindermodell zur Verfügung stand, und er dabei das berühmte Gemälde Marzella schuf, fasziniert ihn dieses spannende Thema und prägt seit einigen Jahren seine Arbeit.
Klappentext
Die Freunde des Expressionismus feiern Ernst Ludwig Kirchners Gemälde Marzellä seit mehr als 100 Jahren als Meisterwerk. Die fromme und gebildete Marzella Sprentzel aber empfand es nach heftigen Vorwürfen ihrer prüden, erzkonservativen Familie als Schande, dass sie sich 1910 als 14 jähriges Mädchen nackt malen ließ. Zur Schadensbegrenzung hatten ihre entsetzten Eltern die strengste Geheimhaltung der Affäre angeordnet. Die spätere Lehrerin Marzella litt lebenslang unter der Furcht, von einer skandalsüchtigen, von Doppelmoral geprägten Gesellschaft als Aktmodell von Kirchner, der als Mensch nicht den besten Ruf hatte, entdeckt zu werden. Die stolze Familienehre, insbesondere das Ansehen ihres geliebten Bruders Willibrord, der nach 1945 Propst der Dresdner Hofkirche wurde, schienen in Gefahr zu sein. Obwohl Marzella versuchte, die Malerei Episode im Laufe der Jahre zu verdrängen, wurde sie auch als reife Frau bei verschiedenen Anlässen immer wieder damit konfrontiert. Insbesondere beim emotionalen Wiedersehen mit der todkranken einstigen Freundin Fränzi, einem anderen Kindermodell der Brücke Künstler, wurde alles wieder aufgewühlt, auch Marzellas verborgene Gefühle für Ernst Ludwig Kirchner. War es damals mehr als pubertäre Schwärmerei? Vor allem aber erinnerte sie sich detailliert an die freizügige Atmosphäre im Atelier, die erotisch überladene Dekoration sowie den fragwürdigen sexuellen Umgang der Maler mit vielen Frauen. Gab es etwa auch Kindesmissbrauch? Hat sich Marzella verführen lassen? Waren die Vorhaltungen gegen sie also gerechtfertigt, oder hatte man ihr einen Schuldkomplex, der zu einer dauerhaften Psychose wurde, nur eingeredet?
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Untertitel DAS UNGEWÖHNLICHE KIRCHNER MODELL
- Autor Jochen Sprentzel
- Titel MARZELLAS GEHEIMNIS
- Veröffentlichung 29.05.2018
- ISBN 978-3-7469-3824-0
- Format Fester Einband
- EAN 9783746938240
- Jahr 2018
- Größe H246mm x B175mm x T18mm
- Gewicht 524g
- Herausgeber tredition
- Anzahl Seiten 176
- Auflage 1
- Genre Historische Romane & Erzählungen
- Lesemotiv Entspannen
- GTIN 09783746938240