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MERKUR 10/2025, Jg.79
Details
Jonas Rosenbrück sieht Donald Trump mithilfe von Psychoanalyse und Theweleit einmal in einem etwas anderen Licht: als einen Mann, hinter dessen kompensatorischer Begeisterung für das Hypermaskuline sich allerlei Queeres verbirgt. In qualitativen Interviews sondieren Uwe Schimank und Nils Kumkar, wie sehr die berufliche Prägung bestimmt, was die Leute als gute politische Entscheidungsverfahren begreifen. Thomas Holzhauser zeigt, wie sehr die Metapher des (womöglich gescheiterten) Ankommens der Ostdeutschen im Westen vielfache Ost-West-Verwerfungen verfehlt.
Auch in Ekkehard Knörers Theaterkolumne geht es um den Osten, namentlich Neustrelitz, Görlitz und Cottbus, und drei sehr unterschiedliche Versuche, den in jeder Hinsicht schwierigen Zeiten zu trotzen. Dominik Flügel liest zwei neue Bücher zur Geschichte der Ökonomie, von Clara E. Mattei und Fritz Bartel, die sich mit Absichten und Wirkungen von Austeritätspolitiken befassen.
Mit der absehbar endenden Geschichte des Auto-Verbrennungsmotors beschäftigt sich Jan Wetzel. Werner Krauß berichtet von den Erfahrungen mit Prostatakrebs am eigenen Leib. Um Gestreiftes geht es in einer Erzählung von Sibylle Severus. Tim Lanzendörfer kommt auf die von Christoph Paret im Juniheft aufgeworfene Frage nach dem Zusammenhang von Trump und Dummheit zurück. Anke Stellung schreibt aus der Divadlo-Wohnung im tschechische Jihlava, und ihr Vater ist tot.
Autorentext
Christian Demand, Jg. 1960, hat Philosophie und Politikwissenschaft studiert und die Deutsche Journalistenschule absolviert. Er war als Musiker und Komponist tätig, später als Hörfunkjournalist beim Bayerischen Rundfunk. Nach Promotion und Habilitation in Philosophie unterrichtete er als Gastprofessor für philosophische Ästhetik an der Universität für angewandte Kunst Wien. 2006 wurde er auf den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg berufen, wo er bis 2012 lehrt. Buchveröffentlichungen: Die Beschämung der Philister: Wie die Kunst sich der Kritik entledigte (2003), Wie kommt die Ordnung in die Kunst? (2010).
Christian Demand ist Herausgeber des MERKUR.
Inhalt
ESSAY
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Jonas Rosenbrück
Donald Trumps Männerfantasien
Nils C. Kumkar/Uwe Schimank
Wie Arbeitserfahrungen Vorstellungen guten politischen Entscheidens prägen
Thorsten Holzhauser
Vom Osten und vom Ankommen in der Demokratie
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KRITIK
Ekkehard Knörer
Theaterkolumne.
Osten (Abschiede)
Dominik Flügel
Wozu Austerität?
Antworten aus dem 20. Jahrhundert
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MARGINALIEN
Jan Wetzel
Tod und Nachleben des Verbrenners
Werner Krauß
Liebe, Sex und Prostata
Sibylle Severus
Gestreiftes
Tim Lanzendörfer
Die Dummheit ist der Punkt.
Elemente einer resignativen Betrachtung der amerikanischen Gegenwart
Anke Stelling
Schnelles Sterben II
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Untertitel Nr. 917, Heft 10, Oktober 2025
- Titel MERKUR 10/2025, Jg.79
- Veröffentlichung 09.10.2025
- ISBN 978-3-608-97703-5
- Format Kartonierter Einband
- EAN 9783608977035
- Jahr 2025
- Größe H233mm x B152mm
- Gewicht 188g
- Herausgeber Klett-Cotta Verlag
- Editor Christian Demand, Ekkehard Knörer
- Auflage 1. Auflage
- Genre Essays & Literaturkritiken
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 104
- GTIN 09783608977035