Merlins Geheimnis

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Details

Die Feenwesen haben sich zurückgezogen, weil niemand mehr an sie glaubt. Aber wer bringt den Menschen jetzt bei, wieder glücklich zu sein und mit der Natur in Harmonie zu leben? Leuchtender Weg löschte die Friedenspfeife und sah Merlin fest in die Augen. 'Ich bitte dich, den Kindern aller Völker der Erde das Träumen wieder zu ermöglichen. Wenn sie wieder träumen können, werden sie lernen, an die Naturwesen zu glauben. Nur, wenn sie dank ihrer Fantasie lernen, die Bäume lebendig zu sehen, wird die Welt wieder ein Paradies werden.' Karin Tag, geboren 1969 in Frankfurt/Main, schreibt Bücher und gibt Seminare über indigene Weisheit. Sie gründete den Council of World Elders, der die besten Repräsentanten nativer Völker vereint, die ihr traditionelles Wissen für den Weltfrieden und die Heilung unseres Planeten einsetzen. Farbig illustrierte Ausgabe!

Vorwort
Liebe Kinder, liebe Eltern, sehr oft treffe ich Menschen anderer Kulturen und Volksstämme. Sie erzählen wundervolle Geschichten, die uns viel über unsere Erde und unser Leben auf ihr beibringen. Es ist sehr wichtig, dass diese Geschichten überdauern, denn sie sind ein Teil unserer Vergangenheit und helfen uns, bewusster mit unserer Umwelt umzugehen. Fantasie und Lebensfreude gehören ebenso zu den kreativen Momenten unseres Lebens wie die gelebte Einheit mit der Natur, in der wir uns bewegen. Die Erde zu lieben und zu schützen ist dabei unsere wichtigste Aufgabe. In dieser Hinsicht können wir viel von diesen alten Völkern lernen. Lest so viele Bücher wie möglich und helft den Menschen aus anderen Kulturen zu überleben, denn ihr Wissen sichert unsere Zukunft und die aller Kinder dieser Erde. Ich danke euch! Karin Tag

Autorentext

Karin Tag, geboren am 17. Februar 1969 in Frankfurt am Main, Buchautorin und Dozentin, ist Gründerin des Council of World Elders, der die besten Repräsentanten nativer Völker vereint, die ihr traditionelles Wissen für den Weltfrieden und die Heilung unseres Planeten einsetzen und weitergeben. Der Council umfasst inzwischen zehn Mitglieder aus neun Nationen. Auf ethnopolitischer Ebene wurde seine Gründerin mehrfach ausgezeichnet für ihr internationales Engagement zur Völkerverständigung innerhalb ethnischer Volksgruppen.
Mit dem Head Office des Council of World Elders organisiert Karin Tag weltweit Kongresse und Konferenzen, die sich zukunftsorientiert der Entwicklung neuer Lösungswege in Bezug auf erneuerbare Energien sowie der ethnischen und umweltbewusstseinsprägenden Bildung in allen Volksgruppen widmen. Als Referentin für internationale Kulturprojekte setzt sie sich für den Erhalt kultureller Güter und Werte ein und unterstützt die Gründung von Schulen und Bildungszentren. 2009 etablierte sie ein Museum für ethnische Kulturkunst und erhält dafür seitdem wertvolle Exponate aus verschiedenen ethnischen Volksgruppen.
Seit Jahrzehnten engagiert sie sich ehrenamtlich für diverse Umweltschutzorganisationen und in humanitären Hilfsprojekten. Besondere Anerkennung wurde ihr durch den Beitritt verschiedener Ältester unterschiedlicher ethnischer Volksgruppierungen in den Council of World Elders zuteil. Weitere Ehrungen nativer Völker erhielt sie innerhalb der letzten Jahre für ihr völkerverbindendes und friedensstiftendes politisches Engagement, darunter eine Auszeichnung Seiner Majestät König Togbui Ngoryifia Céphas Kosi Bansah, König von Hohoe Gbi Traditional Ghana, für ihren humanitären Einsatz in Afrika.
Ihr engagierter Einsatz für Völkerverständigung und den Frieden auf der Welt ist stets religionsneutral. Mit renommierten Persönlichkeiten der Öffentlichkeit leitet sie immer wieder Kampagnen zum Schutz indigener Volksstämme.

Mehr erfahren Sie auf www.Council-of-World-Elders.de.


Leseprobe
KAPITEL 4: DAS EINHORN AM ZAUBERSEE Merlin erinnerte sich noch sehr gut an den Weg zum Zaubersee. Er war ihn früher gern gegangen, denn er führte durch üppige Wälder und bunte Wiesentäler. Das Zauberland der Feen erblühte immer in den prächtigsten Farben. Hier lebten viele Tiere glücklich und zufrieden, denn die Natur war im Gleichgewicht. Merlin folgte dem vertrauten Pfad durch die Ebenen und kam schließlich am Zaubersee an. Die Wasserfläche glitzerte hell im Sonnenschein, als er am Ufer Rast machte. Das Einhorn war ein scheues Tier, und der Zauberer war sich nicht sicher, ob es sich an ihn erinnerte. Auch wenn es im Feenland nichts zu befürchten hatte, war es doch das Letzte seiner Art, und so war es schwierig, das Einhorn zu Gesicht zu bekommen. Merlin setzte sich also ans Seeufer und betrachtete die alten Bäume, die um den See herum standen. Es waren prachtvolle Bäume, sicherlich viele hundert Jahre alt. Er erinnerte sich, dass die Bäume sprechen konnten, aber das taten sie nur, wenn sie der Meinung waren, dass es sich auch lohnte. Und sie waren lustige Gesellen. Nicht so, wie die Bäume oben im Menschenreich. Sie standen nicht nur einfach still auf einer Stelle, sondern konnten in Windeseile ihren Standort wechseln. Und genau das taten sie in diesem Augenblick. Merlin bemerkte, dass immer dann, wenn er nicht hinsah, einer der Bäume mit den Zweigen raschelte. und ehe er sich umdrehen konnte, war der Baum einfach verschwunden. Aber er kannte dieses Versteckspiel von früher und wusste genau, was zu tun war. Er legte sich ins dichte Gras zwischen die bunten Blumen und ignorierte die Bäume einfach. Sie waren sehr neugierig und würden schon von ganz allein näher kommen. Er tat so, als betrachte er den Himmel und kaute auf einem Grashalm herum. Er verschränkte die Arme hinter seinem Kopf und wartete so eine Weile. Da, plötzlich, raschelte es dicht hinter ihm! Merlin wusste, dass er sich jetzt nicht bewegen durfte. Würde er sich aufrichten und umdrehen, wäre der Baum schnell wieder weg. Also blieb er regungslos. Nun begann ein Hin- und Hergeraschel der feinsten Art. Die drei größten Bäume waren schon ganz nahe gekommen und versuchten mit allen Tricks, den Zauberer dazu zu bringen, sich nach ihnen umzusehen, um dann schnell vor seinen Blicken verschwinden zu können. Doch Merlin rührte sich nicht. Er schloss die Augen und tat so, als würde er schlafen. Immer näher kamen die Bäume und raschelten mit ihren Zweigen. Nur allzu gern wollten sie den Zauberer necken und ihr Versteckspiel mit ihm treiben. Merlin wusste, dass er die Bäume nur zum Sprechen bringen konnte, wenn ihnen der Scherz misslang, denn dann lohnte es sich für sie dann würden sie gehörig neugierig auf ihn sein. Das Geraschel der Äste wurde immer heftiger und plötzlich wurde es still. Vorsichtig öffnete der Zauberer die Augen und sah in das holzige Gesicht eines Baumes, der sich über ihn neigte. Der Baum war so erschrocken, weil der Zauberer ihn anblickte, dass er vor Schreck ausrief: 'Huch! Waldo, Waldo, der schläft ja gar nicht!' Und einer seiner Baumfreunde antwortete: 'Stimmt, Borki, der hat uns voll ausgetrickst!' Da lachten die beiden Bäume laut, und auch der dritte Baumfreund meldete sich zu Wort: 'Du hast uns ganz schön reingelegt, Fremder! Borki, warum bist du nur so nah an ihn rangegangen?' Worauf der erste Baum lachend erwiderte: 'Ach, Weidi! Er kam mir irgendwie bekannt vor, und deshalb wollte ich ihn mir aus der Nähe ansehen. Woher hätte ich denn wissen sollen, dass er weiß, dass wir uns bewegen können?' Merlin hatte erreicht, was er beabsichtigte. Die Bäume sprachen, und jetzt war es nicht mehr schwer, sich mit ihnen zu unterhalten, denn ihre Neugier war viel zu groß, um einfach sang- und klanglos wieder zu verschwinden. (.) Geduldig wartete Merlin eine Weile, ob das Einhorn sich nun zeigte. Und plötzlich geschah etwas, was er zuletzt vor langer Zeit erlebt hatte. Auf der Wiese sprossen Tausende von bunten Blumen aus der Erde. Überall reckten zahllose Blüten ihre Köpfe zwischen den Gräsern hervor und erstrahlten in den herrlichsten Farben. Dann kam Luna, das Einhorn, auf die Wiese getrabt. und überall, wo sie ihre Einhornhufe hinsetzte, blühten gelbe Kelchblumen auf, die wunderschö…

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Gewicht 530g
    • Autor Karin Tag
    • Titel Merlins Geheimnis
    • Veröffentlichung 13.12.2012
    • ISBN 978-3-939373-48-3
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783939373483
    • Jahr 2012
    • Größe H272mm x B202mm x T12mm
    • Herausgeber AMRA Verlag
    • Anzahl Seiten 96
    • Illustrator Jutta Wietschorke
    • Auflage 1. Aufl.
    • Altersempfehlung 6 bis 12 Jahre
    • Genre Bilderbuch-Geschichten
    • GTIN 09783939373483

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