Nach Feierabend 2018

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Details

Die Materialitäten der Wissenschaft Räume, Objekte, Instrumente, Infrastrukturen sind kein neues Thema. Hingegen sind bezüglich der materiellen Grundlagen von Forschungshandlungen noch viele Fragen offen. Zwar ist die Rede von Datenmaterial, Quellenmaterial, Beobachtungsmaterial etc. in den Wissenschaften weit verbreitet, es ist aber keineswegs einfach zur Hand. Auf welche Weise werden solche Materialien aktiv erzeugt, um als Basis von Forschungshandlungen nutzbar zu werden? Welche grundlegenden Erwägungen über den Forschungsgegenstand sowie über Eignung und Merkmale des herangezogenen Materials gehen mit der Erzeugung von Forschungsmaterial einher? Und wie wird das Material für Forschungsprozesse aus einem Kontext herausgelöst, in einen anderen migriert und dabei einer grundlegenden Transformation unterworfen?


Die neue Ausgabe widmet sich der Frage, wie weit das angeeignete Material hergeben kann, was in ihm als Forschungsmaterial gesucht wird. Anhand von Fallbeispielen soll paradigmatisch verdeutlicht werden, wie die Materialgrundlage von Forschung von Tradierungen geprägt ist, wie aber auch die Erzeugung von Forschungsmaterial selbst Vorgaben etabliert, die sich später als Tradierungen geltend machen. Es interessieren die Präferenzen für bestimmte Forschungsmaterialien und forschungsökonomische Aspekte wie ein begrenztes Zeitbudget, die in solche Entscheidungen hineinspielen. Präsentiert werden Materialgeschichten aus den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Dazu Lektüren und ein freier Beitrag zur Geschichte des Konzepts »midlife crisis«.


Autorentext
Hagner, MichaelMichael Hagner ist Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich und Mitglied des Zentrums »Geschichte des Wissens«, das von der ETH und der Universität Zürich getragen wird. Er studierte Medizin und Philosophie an der Freien Universität Berlin und war am Neurophysiologischen Institut der FU, am Wellcome Institute for the History of Medicine in London, am Institut für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Medizinischen Universität Lübeck, am Institut für Geschichte der Medizin der Georg-August Universität Göttingen und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin tätig. Er hat Gastprofessuren in Salzburg, Tel Aviv, Frankfurt a. M. und Köln inne und wurde für seine Forschung bereits mit dem Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet. 2008 erhielt er den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Gegenwärtig befasst er sich mit der Gegenwart und Zukunft des (gedruckten) wissenschaftlichen Buches. Hoffmann, ChristophChristoph Hoffmann ist Professor für Wissenschaftsforschung an der Universität Luzern. Aktuell interessiert er sich für die Datenarbeit in der Biologie sowie die Formung epistemologischer Konzepte und Werte im wissenschaftlichen Unterricht.

Klappentext

Die Materialitäten der Wissenschaft - Räume, Objekte, Instrumente, Infrastrukturen - sind kein neues Thema. Hingegen sind bezüglich der materiellen Grundlagen von Forschungshandlungen noch viele Fragen offen. Zwar ist die Rede von Datenmaterial, Quellenmaterial, Beobachtungsmaterial etc. in den Wissenschaften weit verbreitet, es ist aber keineswegs einfach zur Hand. Auf welche Weise werden solche Materialien aktiv erzeugt, um als Basis von Forschungshandlungen nutzbar zu werden? Welche grundlegenden Erwägungen über den Forschungsgegenstand sowie über Eignung und Merkmale des herangezogenen Materials gehen mit der Erzeugung von Forschungsmaterial einher? Und wie wird das Material für Forschungsprozesse aus einem Kontext herausgelöst, in einen anderen migriert und dabei einer grundlegenden Transformation unterworfen?

Die neue Ausgabe widmet sich der Frage, wie weit das angeeignete Material hergeben kann, was in ihm als Forschungsmaterial gesucht wird. Anhand von Fallbeispielen soll paradigmatisch verdeutlicht werden, wie die Materialgrundlage von Forschung von Tradierungen geprägt ist, wie aber auch die Erzeugung von Forschungsmaterial selbst Vorgaben etabliert, die sich später als Tradierungen geltend machen. Es interessieren die Präferenzen für bestimmte Forschungsmaterialien und forschungsökonomische Aspekte wie ein begrenztes Zeitbudget, die in solche Entscheidungen hineinspielen. Präsentiert werden Materialgeschichten aus den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Dazu Lektüren und ein freier Beitrag zur Geschichte des Konzepts »midlife crisis«.


Inhalt
7 - 10 Editorial (Michael Hagner, Christoph Hoffmann) 13 - 36 Materialschicksale (Kris Decker) 37 - 60 Unzeitgemäße Instrumente (Anne-Marie Weist) 61 - 88 Vor Ort (Flurin Rageth) 89 - 110 Text/Wissenschaft (Björn Krey) 111 - 138 Material des Ökonomischen, ökonomisches Material (Verena Halsmayer) 139 - 150 Die Entdeckung des Urins (Tamar Novick) 151 - 176 Forschungsmaterial: Eutrigla gurnardus (Christoph Hoffmann) 179 - 198 Midlife-Crisis (Susanne Schmidt) 199 - 202 Erinnerung an Bill Clark (Michael Hagner, Anke te Heesen) 203 - 228 Einsteins Haar (William Clark) 231 - 238 Vögel, Porzellan und Tränen (Anke te Heesen) 239 - 242 Überreste medizinischer Forschung (Carlo Caduff) 243 - 246 Bemerkungen zu Lynn Margulis: Der symbiotische Planet (Hans-Jörg Rheinberger) 247 - 250 Autorinnen und Autoren

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Untertitel Materialgeschichten
    • Titel Nach Feierabend 2018
    • Veröffentlichung 30.11.2018
    • ISBN 978-3-0358-0130-9
    • Format Kartonierter Einband (Kt)
    • EAN 9783035801309
    • Jahr 2018
    • Herausgeber Diaphanes Verlag
    • Anzahl Seiten 256
    • Editor Michael Hagner, Christoph Hoffmann
    • Genre Geisteswissenschaften allgemein
    • Lesemotiv Verstehen
    • GTIN 09783035801309

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