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Nonnen streben nach Autonomie
Details
Das Frauenkloster St. Andreas in Engelberg stand in der historischen Forschung bis in die jüngste Zeit ganz im Schatten des Männerklosters. Das Verdienst, den Konvent von St. Andreas für die heutige Forschung neu entdeckt zu haben, kommt Elsanne Gilomen-Schenkel zu. Über 500 Namen mittelalterlicher Schwestern hat sie im Rahmen ihrer Arbeit für den Benediktinerband der "Helvetia sacra" aus den nekrologischen Quellen eruiert. Das Verhältnis des erstaunlich grossen Frauenkonvents zu dem viel kleineren Männerkonvent definiert sie nach dem Muster der Doppelklöster, das dem Abt die alleinige Verantwortung für alle Belange der weiblichen Kommunität zuschreibt.
Die vorliegenden Untersuchungen haben zum Ziel, anhand des Quellenmaterials die Geschichte des Engelberger Frauenkonvents in neuer Perspektive darzustellen. Im Ergebnis erweist sich St. Andreas im Widerspruch zu den bisherigen Vorstellungen als eine erstaunlich eigenständige Institution,die allerdings ohne massive Eingriffe von aussen diesen Status kaum je hätte erreichen können. Dieser Sachverhalt gibt wiederum Anlass, das ausserordentlich weit gespannte Beziehungsnetz des Frauenklosters unter dem geografischen, sozialen und politischen Aspekt auf der Basis der nekrologischen und urkundlichen Quellen zu rekonstruieren, was bisher noch nicht versucht worden ist.
Inhalt
Teil A I. Die Abtei Engelberg im 13.15. Jahrhundert 1. Historischer Überblick 2. Materielle Grundlagen 3. 'Congregationes pauperum' 4. Überbesetzung des Frauenkonvents 5. Massnahmen zur Verbesserung der materiellen Lage II. Bewegung im Frauenkloster 1. Handlungsunfähigkeit des Männerkonvents 2. Wirren im Männerkloster 3. Die Initiative der Klosterfrauen 4. Eingriffe zweier Königinnen 5. Agnes in der Erinnerung der Klosterfrauen 6. Politische Motive im Handeln der Königin Agnes? 7. Stärkung der Eigenständigkeit des Frauenklosters III. Interne Verhältnisse 1. Die soziale Zusammensetzung des Frauenkonvents 2. Die Verpfründung der Schwestern 3. Der klösterliche Alltag 3.1. Die mutmasslichen Gebäude: Konventbau und Kapelle 3.2. Zur klösterlichen Liturgie 3.3. Im Spannungsfeld zwischen benediktinischer Betreuung und mystischer Bewegung 3.4. Ein Skriptorium im Frauenkloster? 3.5. Eine eigene Bibliothek des Frauenklosters? 3.6. Nonnenarbeiten 3.7. Der Einfluss dominikanischer Spiritualität IV. Das Beziehungsnetz des Frauenklosters 1. Die klösterliche Memoria 2. Rückblick auf das 13. Jahrhundert 3. Das 14. und das 15. Jahrhundert (erste Hälfte) 3.1. Adel des Aargaus 3.2. Führende Städte 3.3. Die drei Waldstätte und Urseren 3.4. Konstanz und Breisgau 3.5. Oberelsass 3.6. Strassburg V. Ergebnis Teil B I. Beschreibung der nekrologischen Quellen 1. Die Quellen: Nekrologien und Anniversarien 2. Seelgeräte 3. Geldsorten 4. Anordnungen der Stifter 5. Kollektivgedächtnisse 6. Pitanzen 7. Immobilien 8. Sachgüter 9. Qualifikation einzelner Stifter 10. Sozialgeschichtliche Aspekte II. Das Beziehungsnetz gemäss den nekrologischen Quellen 1. Das 13. Jahrhundert, ein Rückblick 2. Das 14. Jahrhundert und 15. Jahrhundert bis zur Mitte 2.1. Das Haus Habsburg-Österreich 2.2. Hochfreie und ritteradlige Geschlechter sowie Notabeln III. Bürgerliche und oberbäuerliche Geschlechter 1. Aargau und Aarburgund 2. Stadt Zürich und Umgebung 3. Luzern und Umgebung 4. Die drei Waldstätte 5. Bielersee IV. Hochrhein und Oberrhein 1. Adligen- und Notablengeschlechter 1.1. Konstanz und Hochrhein 1.2. Breisgau mit Stadt Freiburg 1.3. Oberelsass 1.4. Stadt Strassburg und Umgebung
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Autor Carl Pfaff
- Titel Nonnen streben nach Autonomie
- Veröffentlichung 28.02.2011
- ISBN 978-3-0340-1054-2
- Format Fester Einband
- EAN 9783034010542
- Jahr 2011
- Größe H245mm x B165mm x T27mm
- Untertitel Das Frauenkloster Engelberg im Spätmittelalter
- Gewicht 695g
- Auflage 02.2011
- Genre Regional- und Ländergeschichte
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 320
- Herausgeber Chronos Verlag
- GTIN 09783034010542