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Opferstatus und Geschlecht
Details
In der Schweiz garantiert seit 1993 das Opferhilfegesetz Gewaltopfern staatlich finanzierte Unterstützung. Personen, die durch eine Straftat in ihrer Integrität beeinträchtigt werden, soll bei der Überwindung der Folgen von Gewalthandlungen geholfen werden. Obwohl weibliche und männliche Personen in vergleichbarem Ausmass von Gewalt betroffen sind, sind die auf der Grundlage des Opferhilfegesetzes beratenen Menschen in drei Vierteln der Fälle weiblich. Wie kann dieser Unterschied erklärt werden? Machen Gewaltwiderfahrnisse Frauen zu Opfern und Männer nicht? Die Autorin geht diesen Fragen nach. Sie rekonstruiert Entstehung und Umsetzung der staatlichen Opferhilfe in der Schweiz von 1978 bis 2011. Dabei arbeitet sie heraus, wie der Opferstatus in einem gesellschaftlichen Aushandlungsprozess geschaffen wird und welche geschlechterkulturellen Praktiken einfliessen. Die Studie bietet breit angelegte Einblicke in den gesamtschweizerischen politischen und medialen Diskurs rund um Entstehung und Ausgestaltung des Opferhilfegesetzes sowie vergleichende Fallanalysen der Umsetzung des Opferhilfegesetzes in den Kantonen Basel-Stadt/Basel-Landschaft und Bern.
Autorentext
Dr. Anne Kersten ist Sozialwissenschafterin und lehrt am deutschsprachigen Lehrstuhl für Soziologie, Sozialpolitik und Sozialarbeit der Universität Freiburg (i. Ü.).
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783037771549
- Sprache Deutsch
- Genre Feminismus & Geschlechterforschung
- Lesemotiv Verstehen
- Größe H225mm x B155mm x T25mm
- Jahr 2015
- EAN 9783037771549
- Format Kartonierter Einband (Kt)
- ISBN 978-3-03777-154-9
- Titel Opferstatus und Geschlecht
- Autor Anne Kersten
- Untertitel Entwicklung und Umsetzung der Opferhilfe in der Schweiz
- Gewicht 673g
- Herausgeber Seismo Verlag
- Anzahl Seiten 464