Populäre Enzyklopädien

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Populäre Enzyklopädien speichern das für nötig erachtete Wissen einer Zeit und vermitteln es an ein breiteres Publikum. Ebenso wie nicht alle enzyklopädischen Werke das Wort 'Enzyklopädie' im Titel führen, ist auch der Aufbau von Enzyklopädien sehr unterschiedlich, denn im Laufe der Zeit gibt es verschiedene Ordnungen des Wissens. Der Umfang einer Enzyklopädie variiert vom kleinen Heftchen bis zum grossformatigen vielbändigen Werk. Bei aller Unterschiedlichkeit haben enzyklopädische Werke jedoch eines gemeinsam einen gewissen Anspruch auf Vollständigkeit. Sei es bei der Absicht, das Wissen auf einem bestimmten Gebiet darzustellen, oder bei dem Versuch, das gesamte Wissen der Welt zu präsentieren. Eine Enzyklopädie kann dazu dienen, zum Lob Gottes die Schönheit der Schöpfung sichtbar zu machen, oder aber den hohen Stand des erreichten menschlichen Wissens und Könnens zu dokumentieren. Ihr Ziel kann es auch sein, moralisch zu belehren, nützliche praktische Kenntnisse zu vermitteln oder bestimmte Anschauungen zu verbreiten. So spielen Enzyklopädien eine Rolle bei der Vermittlung von Gottes-, Welt- und Menschenbildern. Im Zusammenhang mit Umbrüchen und Paradigmenwechseln haben sie daher eine bestimmte Funktion. Mehrfach gebrochen spiegeln sie schliesslich den Wandel von Einstellungen und Mentalitäten.

Inhalt
Paul Michel: Ordnungen des Wissens. Darbietungsweisen des Materials in Enzyklopädien
Ulrich Marzolph: Mirabilia, Weltwunder und Gottes Kreatur. Zur Weltsicht populärer Enzyklopädien des arabisch-islamischen Mittelalters
Rudolf Schenda: Hand-Wissen. Zur Vorgeschichte der grossen Enzyklopädien
Christoph Daxelmüller: Zwischen Polyhistorismus und Enzyklopädie, Naturharmonie und Technikangst. Der Universalgelehrte Athanasius Kircher im Wissenschaftsdiskurs
Reinhart Siegert: Enzyklopädisches in Erbauungsschriften
Hans-Georg Hofmann: «Von dem Einfluss der Musik auf die Bildung der Gemüther». Volksbildung und Musik im Spiegel der deutschsprachigen Enzyklopädien des 18. Jahrhunderts
Holger Böning: Von der landwirtschaftlichen Belehrung zur enzyklopädischen Welterkenntnis. Tendenzen in deutscher Publizistik und Volksaufklärung des 18. Jahrhunderts
Verena Rutschmann: «Der Schweizerische Robinson» ­ eine erzählte Enzyklopädie
Uwe Puschner: Von der Gegenwart des Mittelalters. Geschichtsbilder im Lexikon zwischen Aufklärung und Restauration
Ina Ulrike Paul: «Wache auf und lies i». Zur Tradierung von Nationalstereotypen in europäischen Enzyklopädien des 18. Jahrhunderts
Alfred Messerli: Das Schweizerische Landesmuseum als visuelle «Enzyklopädie» der vaterländischen Geschichte
Jakob Tanner: Der Körper als Sensation. Populäres Wissen über den menschlichen Leib vom 18. bis 20. Jahrhundert
Bernd Stickfort: Das Internet als enzyklopädische Utopie<B

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Beiträge von Holger Böning, Christoph Daxelmüller, Hans G Hofmann
    • Untertitel Von der Auswahl, Ordnung und Vermittlung des Wissens
    • Titel Populäre Enzyklopädien
    • Veröffentlichung 30.06.2002
    • ISBN 978-3-0340-0550-0
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783034005500
    • Jahr 2002
    • Größe H155mm x B225mm x T24mm
    • Gewicht 616g
    • Herausgeber Chronos Verlag
    • Anzahl Seiten 306
    • Schöpfer Ingrid Tomkowiak
    • Editor Ingrid Tomkowiak
    • Auflage 06.2002
    • Genre Geisteswissenschaften allgemein
    • Lesemotiv Verstehen
    • GTIN 09783034005500

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