Postfundamentalismus

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Details

Postfundamentalismus bezeichnet ein breites Debattenfeld innerhalb der Politischen Theorie und Demokratietheorie. Ausgehend von der Einsicht, dass es keine letzten, unhinterfragbaren Grundlagen sozialen Zusammenlebens gibt, rücken postfundamentalistische politische Theorien die Kontingenz, Konflikthaftigkeit und radikale Gestaltbarkeit gesellschaftlicher Verhältnisse in den Fokus.

Autorentext
Dr. Sergey Seitz ist Post-Doc im ERC-Project "Prefiguring Democratic Futures" am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien.

Klappentext
Es gibt keine letzten Gründe. Zugleich sind wir im politischen Zusammenleben stets auf Begründungen und Grundlagen angewiesen. Der Postfundamentalismus unterstreicht die Notwendigkeit provisorischer Fundamente sowie die Kontingenz und Konflikthaftigkeit gesellschaftlicher Verhältnisse. Der Band gibt Einblick in die ideen- und philosophiegeschichtlichen Vorläufer:innen, die zentralen Vertreter:innen sowie die wichtigsten Konzepte und Argumente postfundamentalistischer politischer Theorien.

Inhalt
Warum Postfundamentalismus? Eine politische Theorie des Gründens und Begründens 7 Postfundamentalismus im Profil 1 Grundlagen des Postfundamentalismus 17 1.1 (Be)Gründung zwischen Philosophie und Rhetorik: Postfundamentalismus als radikale Aufklärung 17 1.2 Ein realistisches Verständnis des Gründens und Begründens 23 1.3 Postfundamentalistische Grundbegriffe 24 2 Krisen des Begründens 27 2.1 Das Unbehagen der Vernunft: Freiheit als Revolte gegen den Begründungszwang (Schiller, Dostojewski, Melville) 27 2.2 Hermeneutiken des Verdachts: Begründung als Ideologie, Herrschaft und Rationalisierung (Marx, Nietzsche, Freud) 33 2.3 Ohne Gründe handeln: Die pragmatistische Alternative (Wittgenstein, Austin, Rorty) 45 3 Pluralisierungen des Begründens 57 3.1 Feminismus: Begründung und Beziehung (Gilligan, Irigaray, Haraway) 57 3.2 Postkoloniale Theorie: Repräsentation und Neueinschreibung (Mohanty, Spivak, Bhabha) 66 3.3 Politische Ökologie: Die Gründe der Dinge (Latour, Bennett) 70 4 Aporien des (Be)Gründens 77 4.1 Phänomenologische Einsatzpunkte: Von der ontologischen zur politischen Differenz (Heidegger, Marchart) 77 4.2 Phänomenologie der Gründe: Von der Argumentation zur politischen Gründung (IJsseling, Ahmed) 82 4.3 Das Paradox der Institution (Arendt, Derrida) 88 5 Politiken des (Ent)Gründens 97 5.1 Politiken der (Ent)Gründung: Störung statt Ordnung (Davis, Rancière, Wolin) 99 5.2 Periodisches Gründen: Revisionsoffene Ordnungen (Abensour, Lefort, Kalyvas, Honig) 106 5.3 Hegemoniales Gründen: Politiken strategischer Ordnungsbildung (Mouffe, Laclau) 116 6 Ausblick 123 Anhang Endnoten 129 Literaturverzeichnis 133

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783825263256
    • Auflage 1. A.
    • Sprache Deutsch
    • Genre Politische Ideengeschichte & Theorien
    • Lesemotiv Auseinandersetzen
    • Größe H185mm x B120mm x T9mm
    • Jahr 2024
    • EAN 9783825263256
    • Format Kartonierter Einband (Kt)
    • ISBN 978-3-8252-6325-6
    • Veröffentlichung 11.11.2024
    • Titel Postfundamentalismus
    • Autor Sara Gebh , Sergej Seitz
    • Gewicht 160g
    • Herausgeber UTB GmbH
    • Anzahl Seiten 144

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