Postkoloniale Literaturen in globalen Kontexten

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Details

Fragen des Kulturtransfers und insbesondere des ideologischen Einflusses auf Übersetzungen bilden das Untersuchungsfeld des vorliegenden Buches. Es widmet sich der Rezeption afrikanischer Literaturen während und in der Folge des Kalten Krieges in Deutschland. Ausgehend von literatursoziologischen und postkolonialen Übersetzungstheorien und damit verbundenen analytischen Ansätzen geht der Autor anhand von Rezeptionsprozessen und Übersetzungen den konkreten Strategien der Rekontextualisierung von postkolonialen afrikanischen Literaturen nach. Dabei werden auch die unterschiedlichen sozialhistorischen und -politischen Faktoren in der BRD und DDR sowie nach der Wiedervereinigung betrachtet. Diese kontextualisierte Untersuchung der Literaturrezeption erfolgt anhand der Werke vieler afrikanischer Autoren, insbesondere des Kameruners Ferdinand Oyono, des Kenianers Ngg Wa Thiong'o, des Nigerianers Chinua Achebe und des Ivorers Ahmadou Kourouma.

Die Analyse zeigt, dass das Idealbild vom ideologiefreien Kulturtransfer der Realität nicht standhält, da die Übersetzung, sei es bei der Auswahl der zu übersetzenden Texte oder auch bei den Übersetzungsstrategien der ausnahmslos europäischen Übersetzer, sich als ein gesellschaftsbezogenes und ideologisch geprägtes Konstrukt herausstellt. Die für das Übersetzen oft postulierte interkulturelle Kommunikation und internationale Partnerschaft weist demnach ein bedeutendes asymmetrisches Machtverhältnis zwischen Zivilisationen auf, dessen Ursache nicht sprachlicher, literarischer oder künstlerischer, sondern eher geopolitischer Natur ist.


Autorentext

Nach dem Abschluss seiner Masterarbeit mit dem Schwerpunkt Literaturübersetzung sowie seiner Staatsprüfung für das Lehramt an der Universität Jaunde I hat Hypolite Kembeu mehrere Jahre an verschiedenen Gymnasien in Kamerun als Lehrer für Französisch und Deutsch als Fremdsprache gearbeitet. Von 2019 bis 2023 hat er als Forschungsstipendiat des DAAD an seiner Dissertation im Fachgebiet der literarischen Übersetzung am Institut für Romanistik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gearbeitet. Seit Mai 2022 lebt er in Alberta, Kanada, und ist Lehrer und selbstständiger Übersetzer.


Inhalt

1.Einleitung.- 2.Methodologische Vorgehensweise und theoretische Grundlagen.- 3.Forschungsstand: Afrikanische Literatur(en) in Deutschland.- 4.Rezeptionsbedingungen afrikanischer Literaturen in der DDR und BRD.- 5.Übersetzung als Ausdruck gesellschaftlicher Diskurse und Strategien der Aneignung von afrikanischen Texten.- 6.Schlussbetrachtungen.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Titel Postkoloniale Literaturen in globalen Kontexten
    • Veröffentlichung 27.02.2025
    • ISBN 978-3-662-70098-3
    • Format Kartonierter Einband
    • EAN 9783662700983
    • Jahr 2025
    • Größe H235mm x B155mm
    • Autor Hypolite Kembeu
    • Untertitel Zur Übersetzung afrikanischer Romane ins Deutsche
    • Genre Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 274
    • Herausgeber Springer Berlin Heidelberg
    • GTIN 09783662700983

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