Revolution und Melancholie

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Details

Andrej Platonov (18991951) wird in der Regel mit dem Begriff des Utopischen verbunden. Dessen ungeachtet verknüpft Hans Günther Platonovs Werk hier stärker mit kulturellen beziehungsweise sprachlichen Zusammenhängen und Traditionen. Neben dem Aspekt der Utopie betrachtet er dabei den der Melancholie, der sich teilweise mit toska (Schwermut, Sehnsucht), einem Schlüsselwort der russischen Kultur, überschneidet. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Romane "evengur" und "Die Baugrube". Wird "evengur" unter dem Gesichtspunkt der Hybridisierung, der wechselseitigen Durchdringung von Tradition und Moderne, analysiert, so steht bei der "Baugrube" Platonovs Strategie der subversiven Unterwanderung des offiziellen Diskurses im Vordergrund. Weil Platonov als ein sehr russischer Autor gilt, wird die Aufmerksamkeit explizit auch auf seine Affinität zu westlichen Denkern wie Walter Benjamin, Martin Heidegger, Georg Lukács und Oswald Spengler gelenkt.

Autorentext

Hans Günther, * 1941 in Lódz (Polen), ist Prof. em. der Universität Bielefeld im Fach Slavistik. Schwerpunkt seiner Forschungen und Veröffentlichungen ist die russische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere die russische Kultur und Literatur von der Avantgarde bis zum sozialistischen Realismus. Aus seiner langjährigen Zusammenarbeit mit der internationalen Platonov-Forschung sind zahlreiche Publikationen über Platonov in deutscher und russischer Sprache entstanden.


Klappentext

Andrej Platonov (1899 1951) wird in der Regel mit dem Begriff des Utopischen verbunden. Dessen ungeachtet verknüpft Hans Günther Platonovs Werk hier stärker mit kulturellen beziehungsweise sprachlichen Zusammenhängen und Traditionen. Neben dem Aspekt der Utopie betrachtet er dabei den der Melancholie, der sich teilweise mit toska (Schwermut, Sehnsucht), einem Schlüsselwort der russischen Kultur, überschneidet. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Romane evengur und Die Baugrube. Wird evengur unter dem Gesichtspunkt der Hybridisierung, der wechselseitigen Durchdringung von Tradition und Moderne, analysiert, so steht bei der Baugrube Platonovs Strategie der subversiven Unterwanderung des offiziellen Diskurses im Vordergrund. Weil Platonov als ein sehr russischer Autor gilt, wird die Aufmerksamkeit explizit auch auf seine Affinität zu westlichen Denkern wie Walter Benjamin, Martin Heidegger, Georg Lukács und Oswald Spengler gelenkt.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783732906925
    • Auflage 20001 A. 1. Auflage
    • Sprache Deutsch
    • Genre Slawische Sprach- & Literaturwissenschaft
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 182
    • Größe H210mm x B148mm x T11mm
    • Jahr 2020
    • EAN 9783732906925
    • Format Kartonierter Einband
    • ISBN 978-3-7329-0692-5
    • Titel Revolution und Melancholie
    • Autor Hans Günther
    • Untertitel Andrej Platonovs Prosa der 1920er Jahre
    • Gewicht 244g
    • Herausgeber Frank und Timme GmbH

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