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Schaumburgs Analyseschriften / Reformperspektiven des Online-Vertragsrechts
Details
Dieses Buch analysiert die Regelungslücke des digitalen Vertragsrechts und entwickelt ein schlüssige Grundlage für eine Reform.
Das heutige Vertragsrecht ist für die digitale Welt nicht geschaffen. Jeden Tag geben Millionen von Menschen Willenserklärungen im Internet ab beim Kauf, bei Abonnements, bei App-Berechtigungen oder beim Cookie-Consent. Doch im Gegensatz zu analogen Verträgen fehlt im digitalen Raum eine neutrale Infrastruktur, die Identität, Inhalt, Zeitpunkt und Verbindlichkeit solcher Erklärungen zuverlässig belegt. Während Behörden, Banken, Versicherungen und das Gesundheitswesen längst über hochregulierte digitale Systeme verfügen, bleibt der allgemeine Online-Vertragsverkehr weitgehend ungeschützt. Die Folge ist eine strukturelle Rechtsunsicherheit, die Verbraucher belastet, Unternehmen verunsichert und manipulative Geschäftsmodelle begünstigt. Dieses Buch analysiert die Regelungslücke des digitalen Vertragsrechts und entwickelt ein schlüssiges Reformmodell: neutrale, rechtlich regulierte Vermittlungsinstanzen, die digitale Willenserklärungen beweisbar, nachvollziehbar und rechtsverbindlich machen. Es zeigt, wie eine solche Struktur technisch, organisatorisch und europarechtlich umgesetzt werden kann dezentral, interoperabel, datenschutzkonform und marktwirtschaftlich tragfähig. Zugleich wird aufgezeigt, wie eine reformierte Infrastruktur die digitale Wirtschaft stärkt, die Gerichtsbarkeit entlastet und den Schutz der Verbraucher verbessert. Anhand des Mediensektors wird veranschaulicht, wie die heutige Logik intransparenter Tracking- und Consent-Praktiken entsteht und warum eine rechtsstaatliche Infrastruktur nicht nur Probleme löst, sondern neue, fairere Geschäftsmodelle ermöglicht. Eine fundierte, unabhängige Analyseschrift, die juristische Systematik, technisches Verständnis und gesellschaftliche Verantwortung verbindet und einen konkreten Vorschlag liefert, wie der digitale Vertragsraum rechtsstaatlich erneuert werden kann.
Autorentext
Marko O. G. Schaumburg ist Autor wissenschaftlicher Grundlagenwerke mit einem mathematisch-systemtheoretischen Schwerpunkt. Er studierte Technische Physik sowie kontinuierliche und diskrete Mathematik, darunter Differentialgleichungssysteme, Lineare Algebra, mathematische Logik, Ordnungs- und Verbandstheorie sowie Formale Begriffsanalyse. Der Abschluss in Technischer Physik erfolgte mit Bestnote. Teile seiner Ausbildung in der Formalen Begriffsanalyse erfolgten im Umfeld der Darmstädter Schule, unter anderem bei Karl Erich Wolff. Ergänzend befasste er sich mit numerischen Approximationsverfahren. Neben seiner mathematischen Arbeit ist er philosophisch und theologisch geprägt; diese Perspektiven fließen in seine Analysen normativer Ordnung und gesellschaftlicher Systeme ein.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783565108015
- Genre Informatik & EDV
- Altersempfehlung 18 bis 18 Jahre
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 68
- Herausgeber epubli
- Größe H4mm x B148mm x T210mm
- EAN 9783565108015
- Titel Schaumburgs Analyseschriften / Reformperspektiven des Online-Vertragsrechts
- Autor Marko O. G. Schaumburg
- Untertitel Sind neutrale Vermittlungsinstanzen für Online-Verträge erforderlich?
- Gewicht 102g