Selbstständige Lehrer, lokale Behörden, kantonale Inspektoren

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Details

Die Studie beleuchtet die langjährige Entwicklung dessen, was heute unter dem Begriff des Schulmanagements verhandelt wird und momentan Gegenstand unterschiedlicher Bildungsreformbemuhungen ist. Sie arbeitet die lange Stabilität in den schulischen Verwaltungs- und Aufsichtsbehörden auf Gemeinde- und Kantonsebene heraus. Ein grosser Wandel vollzieht sich mit der Einfuhrung der Schulleitungen. Durch die personelle und administrative Fuhrung entsteht im Schulhaus ein neues Machtgefuge, welches den kantonalen Einfluss zu stärken scheint, während Milizbehörden und Lehrpersonen an Gestaltungsfreiraum einbussen.

Autorentext
Christina Rothen ist Primarlehrerin und heute wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft, Zürich. Zu den Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte der Bildungsverwaltung, der Primarschule und des Kindergartens.

Klappentext

Die vorliegende Studie beleuchtet die langjährige Entwicklung dessen, was heute unter dem Begriff des Schulmanagements verhandelt wird und momentan Gegenstand unterschiedlicher Bildungsreformbemühungen ist. Die Autorin zeigt auf, dass die Strukturen der schulischen Verwaltungs- und Aufsichtsbehörden einem steten Aushandlungsprozess zwischen Lehrerschaft, lokalen sowie kantonalen Behörden unterworfen und lange stabil waren. Während die Gemeinden die personellen und organisatorischen Entscheidungen vor Ort zu treffen hatten, wurden auf der kantonalen Ebene inhaltliche Weichenstellungen getroffen. Die Inspektoren übten gegenüber der Lehrerschaft und den Gemeinden die kantonale Kontrollfunktion aus. Über hundert Jahre war die Selbstständigkeit der Lehrpersonen in ihrer Berufsausübung gesetzlich verankert, sie hatten einzig die Rahmenbedingungen des Lehrplans einzuhalten. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die individuelle Taxation aller Schülerinnen und Schüler eingeführt. Diese Schulleistungsmessung sollte zur Kontrolle der Gemeinden und Lehrpersonen dienen. Sie wurde von einem Grossteil der Lehrer als berufsethisch fragwürdig beurteilt und aufgrund langjähriger standespolitischer Proteste dreissig Jahre später wieder abgeschafft. Die Erosion des Milizsystems bereitet der Einführung der Schulleitungen den Weg. Mit diesen entsteht im Schulhaus ein neues Machtgefüge, das den kantonalen Einfluss zu stärken scheint, während Schulkommissionen und Lehrpersonen an Gestaltungsfreiraum einbüssen.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Autor Christina Rothen
    • Titel Selbstständige Lehrer, lokale Behörden, kantonale Inspektoren
    • Veröffentlichung 30.11.2015
    • ISBN 978-3-0340-1309-3
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783034013093
    • Jahr 2015
    • Größe H230mm x B155mm x T25mm
    • Untertitel Verwaltung, Aufsicht und Steuerung der Primarschule im Kanton Bern, 18322008
    • Gewicht 590g
    • Herausgeber Chronos Verlag
    • Genre Kulturgeschichte
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 296
    • GTIN 09783034013093

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