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Skeptische Bildung
Details
Bildungsprozesse werden zunehmend als ein Gegenstand staatlicher Steuerung behandelt. Deutlichstes Anzeichen dieser Entwicklung ist die Vervielfältigung von Evaluations- und Prüfungstechniken, durch die Individuen und Institutionen einer beständigen Kontrolle unterzogen werden. Will man gegen diese Steuerungsmaßnahmen an der emanzipatorischen Kraft des Bildungsbegriffs festhalten, so liegt es nahe, die Freiheit jenseits aller Prüfungsprozesse zu suchen. Diese klare Trennung von Bildungs- und Prüfungsprozessen führt aber in eine argumentative Sackgasse. Im Ausgang von den klassischen Aufklärungsphilosophien Kants und Hegels lässt sich zeigen, dass Momente der Prüfung und Selbstprüfung schon die alltägliche Erfahrung prägen. Als informelle Prozesse der Bewährung bilden sie einen wichtigen Angriffspunkt für Techniken der Verhaltenslenkung, müssen aber zugleich als privilegierter Stützpunkt des Widerstands gegen solche Techniken begriffen werden.
»Skeptische Bildung« formuliert einen bildungsphilosophischen Vorschlag zur begrifflichen Unterscheidung von Prüfungs- und Bewährungsprozessen. Dazu erneuert die Studie eine philosophische Strategie, deren Bedeutung für das Denken Kants und Hegels nur selten gesehen wird: die Reaktivierung der pyrrhonischen Skepsis in aufklärerischer Absicht.
Autorentext
Andreas Gelhard ist Assistenz-Professor für Philosophie und Bildungswissenschaft an der Universität Wien. Er lehrte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, arbeitete als Wissenschaftslektor im Suhrkamp Verlag und als wissenschaftlicher Leiter des Forums interdisziplinäre Forschung der TU Darmstadt.
Klappentext
Viel Geld wird von den Bildungsbürokratien, die den Umbau des europäischen Schul- und Universitätssystems betreiben, ausgegeben, um neue Instrumente staatlicher Steuerung zu schaffen. Eines der deutlichsten Anzeichen dieses Umbaus ist die Vervielfältigung von Evaluations- und Prüfungsmaßnahmen. Will man gegen diese Steuerungsmaßnahmen an der emanzipatorischen Kraft des Bildungsbegriffs festhalten, so liegt es nahe, die Freiheit jenseits aller Prüfungsprozesse zu suchen. Bildung wäre dann das Andere der Prüfung. Die Grundthese dieses Buches lautet, dass diese Trennung von Bildungs- und Prüfungskonzepten in eine argumentative Sackgasse führt. Im Ausgang von den klassischen Aufklärungsphilosophien Kants und Hegels wird gezeigt, dass Momente der Prüfung und Selbstprüfung schon die alltägliche Erfahrung prägen. Als informelle Prozesse der Bewährung bilden sie einen wichtigen Angriffspunkt für Techniken der Menschenlenkung, müssen zugleich aber als privilegierter Stützpunkt des Widerstands gegen solche Techniken begriffen werden.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783035800739
- Sprache Deutsch
- Größe H210mm x B135mm
- Jahr 2018
- EAN 9783035800739
- Format Kartonierter Einband (Kt)
- ISBN 978-3-0358-0073-9
- Veröffentlichung 31.07.2018
- Titel Skeptische Bildung
- Autor Andreas Gelhard
- Herausgeber Diaphanes Verlag
- Anzahl Seiten 416
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Sonstige Philosophie-Bücher