Sophie in Weimar

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Details

Im Alter von 18 Jahren verlässt Sophie die Niederlande als Braut ihres Cousins, Großherzog Carl Alexander. 1853 wird sie Nachfolgerin ihrer Schwiegermutter, der Großherzogin Maria Pawlowna, als Landesmutter. In Weimar, das seit Goethes Tod vom Ruhm vergangener Zeiten zehrt, entwickelt Sophie ihr soziales Engagement. Mit Carl Alexander widmet sie sich der Aufgabe, das »Athen an der Ilm« wieder aufleben zu lassen. Sie bringt einen Sohn, Carl August, und drei Töchter, Marie Alexandrine, Anna und Elisabeth, zur Welt. Nach dem Tod Ihrer drei Neffen wäre Sophie die nächste in der Thronfolge der Niederlande gewesen. Deshalb sorgt sie dafür, dass ihr Sohn und ihre Enkel Niederländisch lernen. Doch 1880 wird die spätere Königin der Niederlande Wilhelmina geboren. Bitter enttäuscht von ihrem Eheleben und den Ehen ihrer Kinder erhält Sophie am Ende ihres Lebens Goethes begehrtes literarisches Vermächtnis. Mit dem von ihr in Auftrag gegebenen Goethe-Schiller-Archiv in Weimar vollbringt sie ihr wichtigstes Werk: das erste Literaturarchiv in Deutschland, das auch die Nachdrucke von Schiller, Wieland, Herder, Hebbel und vielen anderen bewahrt. Es steht heute auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Thera Coppens hat verblüffende Fakten über das bewegte Leben der Großherzogin Sophie ans Licht gebracht. Mit diesem Buch ehrt sie nicht nur eine beeindruckende Frau, sondern bereichert auch die deutsch-niederländische Geschichte.

Die niederländische Autorin ehrt mit dieser bebilderten Biografie nicht nur eine für die Zeit beeindruckend engagierte und sozial tätige Frau, sondern bereichert damit auch die deutsch-niederländische Geschichte. Online-Katalog für Bibliotheken

Autorentext
Thera Coppens, 1947 in Amsterdam geboren, hatte deutsche Großeltern. Nach einer Journalistenausbildung veröffentlichte sie zahlreiche erfolgreiche historische Bücher, die auf Recherchen in in- und ausländischen Archiven beruhen und mit nationalen und internationalen Preisen bedacht wurden. Sie publizierte in Zeitungen und historisch-kunsthistorischen Fachzeitschriften. Im Jahr 1988 gründete sie ein Büro für historischen Tourismus.

Leseprobe
Am 8. April 1824 ließen Kanonenschläge das noch schläfrige Den Haag erbeben. Die Bürger zählten mit, und als die Kanonen nach einundzwanzig Schlägen schwiegen, wussten alle, dass auf Schloss Kneuterdijk eine Prinzessin geboren worden war. Und kein Prinz. Der Vater war Kronprinz Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau, Sohn des niederländischen Königs Wilhelm I. Die Mutter hieß Anna Pawlowna und entstammte dem illustren Zarengeschlechts der Romanows. Kronprinz Wilhelm war von der Geburt eines Mädchens nicht enttäuscht. Er hatte schon drei gesunde Söhne, die die Erbfolge der Oranier sicherzustellen schienen. Sie hießen Wilhelm, Alexander und Heinrich. Maria Fjodorowna schickte aus Sankt Petersburg ein großes, spitzenverziertes Kissen, auf dem ihre fürstliche Enkelin zum Taufbecken in der protestantischen Sankt-Jakobus-Kirche getragen wurde. Der Hofprediger träufelte der Prinzessin das Wasser übers Köpfchen und taufte sie auf den Namen Wilhelmina Maria Sophie. Ihr Rufname wurde Sophie, was göttliche Weisheit bedeutet. Wenige Tage später erhielt Sophie von ihrer russischen Großmutter ihren ersten Orden. Die Zarin bat Anna in einem Brief, dem Baby das schwere Ordenszeichen ans Kleidchen zu stecken. Das Zeichen des Ordens der Heiligen Katharina. Auf der Rückseite des mit Brillanten besetzten achtstrahligen Sterns stand die Devise Aequant munia comparis (in ihrem Werk einem Mann gleich), Worte, die sich als prophetisch erweisen sollten. Sobald Anna das Wochenbett verlassen hatte, begab sie sich zusammen mit dem Kronprinzen auf eine lange Reise, die sie nach einem Aufenthalt bei ihrer Familie in Weimar bis nach Russland führte. Als sie fast ein ganzes Jahr später zu ihren Kindern zurückkehrte, war ihr Töchterchen schon ein kräftiges Kleinkind. Anna berichtete ihrer Mutter brieflich, sie sei niedlich, jedoch recht klein. Die Prinzessin war klein und würde es auch bleiben. Des Weiteren hatte sie dunkelblaue Augen mit langen, dunklen Wimpern, die ihre Mutter entzückten. Im Sommer des Jahres 1834 nahm Anna Pawlowna ihre Tochter ihre zehnjährige Tochter erstmals mit nach Weimar, wo ihre ältere Schwester Maria Pawlowna im großherzoglichen Schloss residierte. Die Briefe, die Sophie ihrem Vater von dieser Reise schrieb, wimmelten von Rechtschreibfehlern, denn sie hatte nur wenig Unterricht erhalten. Der wichtigste Moment des Besuchs fand in der Hauptstadt statt. Sophie wurde ihrem sechs Jahre älteren Cousin, dem Kronprinzen Carl Alexander, vorgestellt. Er war auffällig groß für seine sechzehn Jahre, und sie als Zehnjährige auffällig klein. In mehrerlei Hinsicht sah Sophie zu ihm auf. Er sprach vier Sprachen, hatte mit seiner Gouvernante ferne Länder bereist und wusste alles über italienische Kunst. In Weimar hörte sie zum ersten Mal den Namen Johann Wolfgang von Goethe. Er war zwei Jahre zuvor in hohem Alter in seinem Haus am Frauenplan verstorben. Carl Alexander zitierte mühelos Verse von ihm, die er auswendig kannte, und beeindruckte damit seine kleine Cousine zutiefst. Ihr wurde bewusst, wie wenig sie gelernt hatte. Das hielt man für ein Mädchen nicht für nötig.

Inhalt
Geburt und Kindheit Hochzeit und Abschied von Den Haag Bekanntschaft mit Weimar Auf Schloss Ettersburg Hans Christian Andersen Carl Augusts Geburt Sophies kleiner Klumpe-Dumpe Sophies Italienreise Bei Königin Victoria Die Revolution von 1848 Zittas Geburt Liszt und Wagner Der Tod von Sophies Vater Wilhelm II. Der Nachlass Der Erste Deutsch-Dänische Krieg (Schleswig-Holsteinische Erhebung) Nach Sankt Petersburg Die zweite Italienreise Carl Friedrichs letztes Jahr Großherzog und Großherzogin Das Goethe-Schiller-Denkmal Sophies Katastrophenjahr Der Erbprinz und die Prinzessinnen Sophie und Friedrich Hebbel Shakespeare Der Auswärtige Charles, Zitta und Elsy Heinrichau Anna Pawlownas Tod Charles Verlat Der Deutsch-Französische Krieg Kaiser Wilhelm Rückkehr nach Weimar Liszt zurück in Weimar Die russische Verlobte Der Bruch Eine neue Braut Andersens Tod und Zittas Geheimnis Prinzessin Reuß Ernst Wilhelm Das musikalische Herz der Welt Sophies soziales Engagement in Weimar und Heinrichau Wiwill Nach Konstantinopel Die Geburt Heinrichs XXXII. Wilhelm III. und sein Heiratsantrag Elsys Widerstand Prinzessin Emma und Wilhelm III. Ein beträchtliches Erbe Die Bauarbeiten werden wieder aufgenommen Unerwartete Schwangerschaft Prinzessin Wilhelmina Sophies Evangelisches Krankenhaus Das nahende Ende Walthers Testament Das Haus am Frauenplan Das Goethe-Museum Die Großherzogin und der Professor Elsy und Alby Die Sophien-Ausgaben Eröffnung des Sophienhauses Franz Liszts Ende Das Familienfoto Der Tod von König Gorilla Schillers literarisches Erbe Kaiser Wilhelm II. Helgoland Wilhelmina und Tante Sophie Die goldene Hochzeit Wanda von Puttkamer Die Baustelle Der kranke Erbgroßherzog Die fatale Diagnose Abschied am Bahnhof Wilhelmina und Tante Sophie Weimar in Trauer Großherzogtum und Königreich Ludwig Raschdau Typhus Eröffnung des Goethe- und Schiller-Archivs Zum letzten Mal in Soestdijk Epilog

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Autor Thera Coppens
    • Titel Sophie in Weimar
    • Veröffentlichung 30.04.2024
    • ISBN 978-3-7374-0300-9
    • Format Kartonierter Einband
    • EAN 9783737403009
    • Jahr 2024
    • Größe H210mm x B135mm x T16mm
    • Untertitel Leben und Wirken der Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach 1842-1897
    • Gewicht 423g
    • Übersetzer Christina Brunnenkamp
    • Auflage 1. A.
    • Genre Romanhafte Biografien
    • Lesemotiv Entdecken
    • Anzahl Seiten 200
    • Herausgeber Weimarer Verlagsgesellsch
    • GTIN 09783737403009

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