Staatensouveränität und ius cogens

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Details

Das Buch untersucht das Verhältnis von Staatensouveränität und ius cogens aus ideen- und rechtsgeschichtlicher Perspektive und ist bestrebt, den rechtshistorischen Befund für die aktuelle völkerrechtliche Konstitutionalisierungsdebatte fruchtbar zu machen. Während das Konzept des ius cogens im aktuellen Völkerrecht eng mit dem Ruf nach der Konstitutionalisierung einer Internationalen (Rechts-)Gemeinschaft verbunden wird, gilt das Konzept der Staatensouveränität als Hort des Unilateralismus und rücksichtslosen Autonomiestrebens. Der Autor vertritt demgegenüber eine differenziertere Sichtweise. Er unternimmt eine ideenhistorische Untersuchung der Ursprünge beider Konzepte und gelangt zu dem Befund, dass die Konzepte der Staatensouveränität und des ius cogens auf den gleichen antik-römischen Vorstellungen über das ius publicum aufbauen. Er analysiert diese römisch-antiken Gedanken und zeigt, wie sie etwa in Form der quod-omnes-tangit-Formel prägend für Vorstellungen von zwingendem supranationalem Recht und souveräner Herrschaft in Mittelalter und Moderne wurden. Nach Auffassung des Autors gibt es demnach keine Geburtsstunde der Staatensouveränität in der Antike oder dem Mittelalter, sondern vielmehr eine Gedankenevolution, die sich von den gemeinsamen antiken Ursprüngen bis zu modernen Vorstellungen über das ius cogens und die Staatensouveränität verfolgen lässt. Vor dem Hintergrund dieses Befundes führt das Buch aus, dass auch im heutigen Völkerrecht die beiden Konzepte als Ausfluss des gleichen republikanischen Grundprinzips verstanden und so miteinander harmonisiert werden könnten. Dabei macht das Buch aber deutlich, dass ein durch rechtshistorische Analyse vermitteltes Verständnis bestenfalls als Inspirationsquelle für die künftige Ausgestaltung des Rechts dienen mag, rechtshistorische Befunde aber keinesfalls als rechtliche Argumente dienen können.



Inhalt

  1. Einleitung,- 2. Begriffliche Grundlagen,- 3. Antike Wurzeln der "öffentlichen" Rechtsidee,- 4. Staatensouveränität im Mittelalter,- 5. ius publicum und Souveränität im Denken von Bodin, Hobbes und Kant 146,- 6. Die Völkerrechtstheorie des 19. und 20. Jahrhunderts,- 7. Ansätze zur inhaltlichen Bestimmung des ius cogens,- 8. Funktion des ius cogens,- 9. Das Bedürfnis nach ethischer Rechtskontrolle, 10. Schlussbetrachtung,- Literaturverzeichnis,- Entscheidungsverzeichnis.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783662596289
    • Auflage 19001 A. 1. Auflage 2019
    • Sprache Deutsch
    • Genre Internationales Recht
    • Größe H241mm x B160mm x T30mm
    • Jahr 2019
    • EAN 9783662596289
    • Format Fester Einband
    • ISBN 978-3-662-59628-9
    • Veröffentlichung 11.12.2019
    • Titel Staatensouveränität und ius cogens
    • Autor Martin Philipp Sommerfeld
    • Untertitel Eine Untersuchung zu Ursprung und Zukunftsfähigkeit der beiden Konzepte im Völkerrecht
    • Gewicht 828g
    • Herausgeber Springer Berlin Heidelberg
    • Anzahl Seiten 424
    • Lesemotiv Verstehen

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