Wir verwenden Cookies und Analyse-Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und für Marketingzwecke. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung.
Subjektfiguren und Literaturverständnis nach Auschwitz
Details
Die Arbeit untersucht die Schriften Christa Wolfs vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung der 1929 geborenen Autorin mit dem Nationalsozialismus und seinen Verbrechen. Die Verfasserin unterzieht die Texte von Wolf einer hermeneutischen Interpretation, die sozialpsychologisch begründet ist und interdisziplinäre Zusammenhänge nicht scheut. Untersucht werden die großen Prosa-Werke von Wolf, aber auch Erzählungen und essayistische Schriften werden auf ihre Erträge und Beschränkungen zur Frage untersucht, wie die Subjektfiguren, die im Werk Wolfs auftreten, sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinandersetzen und diese sich anzueignen versuchen. Die Themenstellung umfasst die Position Wolfs zum Rollen- und Selbstverständnis sozialistischer Autorenschaft und analysiert deren wichtigste literaturtheoretische Stationen bis zum Umbruchsjahr 1989 und ihre aufklärerische Position nach dem sogenannten Literaturstreit in der Gegenwart. Unter der besonderen Berücksichtigung der Shoah- und Holocaustforschung und der Seghers-Rezeption durch Wolf sowie deren Beschäftigung mit einigen Schriftstellerinnen der deutschen Romantik wird die Verkettung von psychischer Disposition, fiktiver Gestaltung, literarischer Produktion und deren außerästhetischen Bedingungen erhellt.
Autorentext
Die Autorin: Stefanie Gödeke-Kolbe, geboren 1966 in Frankfurt a.M., studierte von 1987-1995 Philosophie, Germanistik und Psychoanalyse an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. Anschließend promovierte sie 2002 nach einem Ergänzungsstudium im Fach Germanistik. Von 1997-1999 arbeitete sie als freie Journalistin bei verschiedenen Tageszeitungen. Es folgten öffentliche Lesungen und eine Anstellung als Lehrerin in einer Privatschule. Daneben weitere wissenschaftliche und kulturelle Betätigungen.
Inhalt
Aus dem Inhalt: Sozialisation im Nationalsozialismus - Chronologischer Abriss des Erzählwerks - Literatur als Politikum - zur Rezeption und Bedeutung von Anna Seghers - Literaturtheoretische Programmatik - Wandel des Selbstverständnisses nach 1989 - Exkurs über die psychischen Wirkungen und Folgen nationalsozialistischer Herrschaft - Tiefenhermeneutische Untersuchungen zu den Texten Nachdenken über Christa T., Kindheitsmuster, Kassandra und Medea.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Titel Subjektfiguren und Literaturverständnis nach Auschwitz
- Veröffentlichung 08.07.2003
- ISBN 978-3-631-50577-9
- Format Kartonierter Einband
- EAN 9783631505779
- Jahr 2003
- Größe H210mm x B148mm x T19mm
- Autor Stefanie Gödeke-Kolbe
- Untertitel Romane und Essays von Christa Wolf
- Gewicht 441g
- Auflage 03001 A. 1. Auflage
- Features Dissertationsschrift.
- Genre Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 340
- Herausgeber Peter Lang
- GTIN 09783631505779