Tausend Aufbrüche

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Das "Sachbuch des Jahres 2024" - jetzt in der Neuausgabe als Paperback

Jenseits der Klischees vom abgehängten Osten und übermächtigen Westen untersucht Christina Morina anhand bisher unerforschter Selbstzeugnisse wie Bürgerbriefe und Flugblätter die Demokratievorstellungen ganz normaler Bürgerinnen und Bürger seit den 1980er Jahren. Sie zeigt, dass viele DDR-Bewohner sich zwar mit ihrem Land und dessen volksdemokratischen Idealen identifizierten, viel weniger aber mit dessen Staat und Institutionen. Diese Staatsferne gepaart mit einem ausgeprägten Bürgersinn, dessen Potentiale nach 1990 weitgehend ungenutzt blieben, wirkt bis heute nach. Im Zusammenspiel mit einem erstarkenden Nationalismus entstand so auch der Nährboden für den Aufstieg des Rechtspopulismus. So werden die Grenzen der westdeutschen Liberalisierung ebenso sichtbar wie die Vielfalt der ostdeutschen Demokratieideen. Ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der Geschichte und Gegenwart unserer Demokratie, der die eingefahrenen Ost-West- Debatten in ein völlig neues Licht rückt.

Autorentext
Christina Morina ist seit 2019 Professorin für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Gesellschafts- und Erinnerungsgeschichte des Nationalsozialismus, in der politischen Kulturgeschichte des geteilten und vereinigten Deutschlands sowie in dem Verhältnis von Geschichte und Gedächtnis. Christina Morina studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Journalistik an den Universitäten Leipzig, Ohio und Maryland (USA) und wurde 2007 mit einer Arbeit über den Krieg gegen die Sowjetunion in der deutsch-deutschen Erinnerungskultur promoviert. Sie war von 2008 bis 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2017 erschien bei Siedler »Die Erfindung des Marxismus. Wie eine Idee die Welt eroberte«. Für »Tausend Aufbrüche. Die Deutschen und ihre Demokratie seit den 1980er Jahren« erhielt sie 2024 den Deutschen Sachbuchpreis.

Zusammenfassung
Das "Sachbuch des Jahres 2024" - jetzt in der Neuausgabe als Paperback

Jenseits der Klischees vom abgehängten Osten und übermächtigen Westen untersucht Christina Morina anhand bisher unerforschter Selbstzeugnisse wie Bürgerbriefe und Flugblätter die Demokratievorstellungen ganz normaler Bürgerinnen und Bürger seit den 1980er Jahren. Sie zeigt, dass viele DDR-Bewohner sich zwar mit ihrem Land und dessen volksdemokratischen Idealen identifizierten, viel weniger aber mit dessen Staat und Institutionen. Diese Staatsferne gepaart mit einem ausgeprägten Bürgersinn, dessen Potentiale nach 1990 weitgehend ungenutzt blieben, wirkt bis heute nach. Im Zusammenspiel mit einem erstarkenden Nationalismus entstand so auch der Nährboden für den Aufstieg des Rechtspopulismus. So werden die Grenzen der westdeutschen Liberalisierung ebenso sichtbar wie die Vielfalt der ostdeutschen Demokratieideen. Ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der Geschichte und Gegenwart unserer Demokratie, der die eingefahrenen Ost-West- Debatten in ein völlig neues Licht rückt.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Autor Christina Morina
    • Titel Tausend Aufbrüche
    • Veröffentlichung 24.09.2025
    • ISBN 978-3-570-55517-0
    • Format Kartonierter Einband
    • EAN 9783570555170
    • Jahr 2025
    • Größe H200mm x B126mm x T31mm
    • Untertitel Die Deutschen und ihre Demokratie seit den 1980er-Jahren - ausgezeichnet mit dem DEUTSCHEN SACHBUCHPREIS als bestes Sachbuch des Jahres
    • Gewicht 422g
    • Genre Kulturgeschichte
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 400
    • Herausgeber Pantheon
    • GTIN 09783570555170

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