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Umbruch an der "inneren Front"
Details
Dieses Buch untersucht die Frage, wie sich der schweizerische Sozialstaat in der Zeit des Zweiten Weltkriegs entwickelt hat. Im Vergleich zur Aussenpolitik und zu den internationalen Wirtschaftsbeziehungen ist die Politik an der 'inneren Front' in der Forschung kaum untersucht. Die Beiträge zeichnen ein ambivalentes Bild. Auf der einen Seite stehen innovative Sozialstaatsprogramme, die vor allem wegen der Kriegssituation eingeführt werden konnten, so die Erwerbsersatzordnung (1940) und die organisatorisch an diese anschliessende Alters- und Hinterbliebenenversicherung (1947). Auch die Familienpolitik, mit der Einführung des Familienschutzartikels (1945), oder die Arbeitslosensicherung erlebten einen beschränkten Ausbau. Auf der anderen Seite zeigen sich eine Stagnation in der Gesundheitspolitik und der Verzicht auf eine umfassende Sozialstaatsreform wie in Grossbritannien oder Frankreich.Die Beiträge im Buch beleuchten die wichtigsten Zweige der Sozialpolitik und betten die schweizerische Entwicklung in den europäischen Kontext ein.
Autorentext
Matthieu Leimgruber, geboren 1972, Dr. phil., doktorierte 2005 an der Universität Lausanne; seither Gastforscher an der Columbia University (New York, USA), der London University und am International Institute for Social History in Amsterdam. Martin Lengwiler, geboren 1965, PD Dr. phil., ist seit 2004 Privatdozent für Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich; zur Zeit Vertretungsprofessur am Historischen Seminar der Universität Basel.
Klappentext
Im Gegensatz zur Aussenpolitik und zu den internationalen Wirtschaftsbeziehungen ist die Politik an der "inneren Front" in der historischen Forschung bislang wenig untersucht worden.
Dabei ergibt sich ein ambivalentes Bild. Auf der einen Seite stehen innovative Sozialstaatsprogramme, die vor allem wegen der Kriegssituation eingeführt werden konnten, so die Erwerbsersatzordnung (EO, 1940) und die organisatorisch an die EO anschliessende Alters- und Hinterbliebenenversicherung (AHV, 1947). Auch die Familienpolitik mit der Einführung des Familienschutzartikels (1945) oder die Arbeitslosensicherung erlebten einen beschränkten Ausbau. Dem stehen eine Stagnationsphase in der Gesundheitspolitik und der Verzicht auf eine umfassende Sozialstaatsreform wie etwa in Grossbritannien oder Frankreich gegenüber. Die Beiträge im Buch beleuchten die wichtigsten Zweige der Sozialpolitik und betten die schweizerische Entwicklung in den europäischen Kontext ein.
Inhalt
- Matthieu Leimgruber, Martin Lengwiler: Transformationen des Sozialstaats im Zweiten Weltkrieg. Die Schweiz im internationalen Vergleich Adrian Zimmermann: 'Tätigkeit nicht müssige Stempelei'. Arbeitsbeschaffung, kollektives Arbeitsrecht und Lohnpolitik Matthieu Leimgruber: Schutz für Soldaten, nicht für Mütter. Lohnausfallentschädigung für Dienstleistende Carola Togni: Arbeitslosenversicherung. Der soziale Kompromiss für die Nachkriegszeit Matthieu Leimgruber: Die Auseinandersetzung um die Altersversorgung Beatrice Schumacher: Familien(denk)modelle. Familienpolitische Weichenstellungen in der Formationsphase des Sozialstaats (19301945) Martin Lengwiler: Das verpasste Jahrzehnt. Gesundheitspolitik in der Schweiz, 19381949
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Editor Metthieu Leimgruber, Martin Lengwiler
- Titel Umbruch an der "inneren Front"
- Veröffentlichung 20.09.2009
- ISBN 978-3-0340-0926-3
- Format Kartonierter Einband
- EAN 9783034009263
- Jahr 2009
- Größe H225mm x B155mm x T18mm
- Untertitel Krieg und Sozialpolitik in der Schweiz 1938-1948
- Gewicht 329g
- Auflage 09.2009
- Genre 20. Jahrhundert (bis 1945)
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 200
- Herausgeber Chronos Verlag
- GTIN 09783034009263