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Verdammt und vernichtet
Details
Fassungslos blickte 2015 die Weltöffentlichkeit nach Palmyra die antike Ruinenstadt war der Terrororganisation IS in die Hände gefallen. Der uralte Baaltempel, das heilige Zentrum zahlloser Kulturen, wurde gesprengt. Doch ist Kulturzerstörung keine Erfindung der Gegenwart. Sie zieht sich wie ein blutiges Band durch die Jahrtausende. Hermann Parzinger schreitet die Horizonte der Barbarei ab, erzählt die Geschichte vernichteter Kulturschätze und hält ein fulminantes Plädoyer für den Schutz des Menschheitserbes und der künstlerischen Freiheit.
Seine Tour d´Horizont führt ihn von der Tilgung der Erinnerung im Alten Ägypten und den Großreichen Mesopotamiens über die Zerstörung des Tempels von Jerusalem durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. weiter durch die Bilderstürme der Reformation und der französischen Revolution bis hin zu den Verheerungen des europäischen Kolonialismus, dem Zivilisationsbruch des Nationalsozialismus und darüber hinaus bis in unsere Tage. Immer wieder wird deutlich, dass gezielte Verwüstungen und Plünderungen von traditions- und identitätsstiftenden Kulturgütern auch Ausdruck eines neuen Deutungs- und Herrschaftsanspruchs waren. Doch waren jenseits machtpolitischer, ideologischer oder religiöser Beweggründe Bilderstürme häufig auch von handfesten finanziellen Interessen geleitet: Raub und Enteignungen erweisen sich bei näherem Hinsehen geradezu als systematische Vermögensumverteilung. So erwartet Leserinnen und Leser ein Buch von schmerzlicher Aktualität, das uns zugleich die Kostbarkeit der kulturellen Zeugnisse auf allen Kontinenten vor Augen führt.
"Hermann Parzinger durchquert kenntnisreich die lange Geschichte der Kulturzerstörungen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Thomas Macho
"ein sehr empfehlenswerter und spannend zu lesender Einstieg in das breite und brandaktuelle Thema Kulturgüterschutz.
Antike Welt, Anna Kaiser
"In seinem kenntnisreichen Sachbuch zeigt Hermann Parzinger auf, dass nicht nur zwischen den Schandtaten von IS-Extremisten und Anhängern der Reformation erschreckende Parallelen bestanden. Sondern dass Kulturzerstörungen schon immer einer ähnlichen menschen- und kulturverachtenden Logik folgten."
SRF Kontext, Felix Münger
"Es zeichnet Parzingers Werk aus, dass er strukturelle Ähnlichkeiten nicht aus den Augen verliert.
WELT am Sonntag, Dirk Schümer
"Nicht nur Anklage gegen Kulturzerstörung jeder Art, sondern auch ein Plädoyer, dem Prozess des Plünderns und Verhökerns aktiv durch Gesetzgebung, Rechtsprechung, Eingreifen und Kontrolle nach Kräften die finanzielle Basis zu entziehen."
SWR 2, Lesenswert Kritik, Andrea Gnam
"Zeigt auf, wie Kulturzerstörungen die Geschichte blutiger Auseinandersetzung begleiten.
Westfälischer Anzeiger, Gerd Roth
"Eindringlich arbeitet Hermann Parzinger heraus, wie wichtig der Erhalt kulturellen Erbes für die Menschheit ist."
OE 1, Kontext, Stefan May
"Beide Publikationen liefern Denkanstöße zur Debatte um Restitutionen von Kulturgegenständen.
Museum aktuell, Utz Anhalt
Autorentext
Hermann Parzinger ist Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und war einer der drei Gründungsintendanten des Humboldt Forums im Berliner Schloss. Als international renommierter Archäologe und Prähistoriker wurde er mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet.
Klappentext
Fassungslos blickte 2015 die Weltöffentlichkeit nach Palmyra - die antike Ruinenstadt war der Terrororganisation IS in die Hände gefallen. Der uralte Baaltempel, das heilige Zentrum zahlloser Kulturen, wurde gesprengt. Doch ist Kulturzerstörung keine Erfindung der Gegenwart. Sie zieht sich wie ein blutiges Band durch die Jahrtausende. Hermann Parzinger schreitet die Horizonte der Barbarei ab, erzählt die Geschichte vernichteter Kulturschätze und hält ein fulminantes Plädoyer für den Schutz des Menschheitserbes und der künstlerischen Freiheit.
Seine Tour d Horizont führt ihn von der Tilgung der Erinnerung im Alten Ägypten und den Großreichen Mesopotamiens über die Zerstörung des Tempels von Jerusalem durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. weiter durch die Bilderstürme der Reformation und der französischen Revolution bis hin zu den Verheerungen des europäischen Kolonialismus, dem Zivilisationsbruch des Nationalsozialismus und darüber hinaus bis in unsere Tage. Immer wieder wird deutlich, dass gezielte Verwüstungen und Plünderungen von traditions- und identitätsstiftenden Kulturgütern auch Ausdruck eines neuen Deutungs- und Herrschaftsanspruchs waren. Doch waren jenseits machtpolitischer, ideologischer oder religiöser Beweggründe Bilderstürme häufig auch von handfesten finanziellen Interessen geleitet: Raub und Enteignungen erweisen sich bei näherem Hinsehen geradezu als systematische Vermögensumverteilung. So erwartet Leserinnen und Leser ein Buch von schmerzlicher Aktualität, das uns zugleich die Kostbarkeit der kulturellen Zeugnisse auf allen Kontinenten vor Augen führt.
Inhalt
Vorwort
Einführung
- Die Anfänge im Altertum
- Die Umbrüche in der Spätantike
- Der byzantinische Bilderstreit
- Das Spätmittelalter und die Präludien der Reformation
- Die Frühe Neuzeit und die Reformation
- Die Französische Revolution und ihre Folgen
- Das Zeitalter kolonialer Eroberungen
- Die Umbrüche im frühen 20. Jahrhundert
- Der Nationalsozialismus und seine Folgen
- Die Zeit nach 1945
- Der islamistische Ikonoklasmus
- Schlussbetrachtung
Ausblick
Anhang
Anmerkungen
Bibliographie
Bildnachweis
Personenregister
Verzeichnis der Städte, Länder und Regionen
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783406764844
- Sprache Deutsch
- Größe H217mm x B139mm x T30mm
- Jahr 2021
- EAN 9783406764844
- Format Fester Einband
- ISBN 978-3-406-76484-4
- Veröffentlichung 18.03.2021
- Titel Verdammt und vernichtet
- Autor Hermann Parzinger
- Untertitel Kulturzerstörungen vom Alten Orient bis zur Gegenwart
- Gewicht 604g
- Herausgeber C.H. Beck
- Anzahl Seiten 368
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Kulturgeschichte
- Auflage 1. A.