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Vom Reichshofrat zur Reichsfilmkammer.
Details
Reichshofrat und Reichsfilmkammer dienen als Verklammerung, um den Untersuchungsgegenstand der Entwicklung der Rechte an herkömmlichen Büchern bis zu den Drehbüchern an Filmen zeitlich einzugrenzen. Kölner und Nürnberger Verfahren vor dem Wiener Reichshofrat erhellen die Frühzeit der Privilegienpraxis. Dem folgt der Beitrag Linguets und seines Übersetzers Reich zur Entwicklung des Urheberrechts in Frankreich und Deutschland im 18. Jhd. Der Streit um den Nachdruck zwischen Schelling und Paulus steht für das 19. Jhd., die Filmwelt schließlich für die Urheberrechtsentwicklung bis zum Urheberrechtsgesetz von 1965.
Die Aufsätze ranken sich um die Grundfrage von Autor und Werk durch fünf Jahrhunderte. Reichshofrat und Reichsfilmkammer dienen dabei allein als Verklammerung, um den Untersuchungsgegenstand der Entwicklung der Rechte an herkömmlichen Büchern bis zu den Drehbüchern an Filmen zeitlich einzugrenzen. Liegt zum einen der Schwerpunkt auf Kölner Fällen vor dem Reichshofrat (Gergen), thematisiert Eichacker die Probleme in Nürnberg vornehmlich für das 17. Jhd. und bringt das Naturrecht mit ins Spiel. Unerlaubten Nachdruck im 18. Jhd. spiegelt die Studie über Linguet und seinen Übersetzer Reich wider (Kühne). Dem folgt die aktenmäßige Darstellung des Streites um den Nachdruck zwischen Schelling und Paulus im 19. Jhd. (Nomine). Der Leser wird schließlich in die Filmwelt des 20. Jhd. zur Reichsfilmkammer geführt und zur Frage, wer als Autor des Filmes bzw. des Drehbuches zu qualifizieren war (Götz von Olenhusen).
Autorentext
Der Herausgeber Prof. Dr. iur. Dr. phil. Thomas Gergen, Maître en droit, hat den Lehrstuhl für Internationales und Vergleichendes Zivil- und Wirtschaftsrecht mit Immaterialgüterrecht sowie die Direktion des Forschungsbereiches Geistiges Eigentum: Grundlagen und Anwendungen am Institut Supérieur de l'Économie, ISEC Université Luxembourg. Neben Publikationen zum geltenden Recht des Lehrgebietes bilden Schwerpunkte seiner Forschungen die Geschichte des Geistigen Eigentums und der Medien (Co-Direktion des DFG-Forschungsprojektes »Druckprivilegien vor dem Reichshofrat« der Forschungsstelle zur Geschichte des Geistigen Eigentums (GGE) an der Universität des Saarlandes mit em. Prof. Elmar Wadle).
Inhalt
Thomas Gergen Einleitung. Eine Grundfrage durch die Jahrhunderte (16.20. Jahrhundert): Was ist und darf ein Buchautor? Thomas Gergen Kaiserliche Privilegia impressoria vor dem Reichshofrat. Zur Praxis des Nachdruckschutzes im Alten Reich anhand Kölner Fälle (16.18. Jahrhundert) Thomas Eichacker Die Verwendung kaiserlicher Druckprivilegien in der Reichsstadt Nürnberg im 17. Jahrhundert Marie-Ann Kühne »Le privilège ne donne rien à l'auteur.« Der Beitrag von Simon-Nicolas-Henri Linguet und seinem Übersetzer Philipp Erasmus Reich zur Entwicklung des Urheberrechts in Frankreich und Deutschland Rainer Nomine Schelling gegen Paulus, Leske und Complizen: Aktenmäßige Darstellung des Streits um den Nachdruck der in Berlin gehaltenen Vorlesung über die Philosophie der Offenbarung Albrecht Götz von Olenhusen Filmkünstler und Filmproduzenten zwischen Urheberrecht und gewerblichem Rechtsschutz. Die Filmurheberrechtsreform in der Zwischenkriegszeit 19291939 Autorenverzeichnis
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783428157877
- Editor Thomas Gergen
- Sprache Deutsch
- Größe H231mm x B154mm x T25mm
- Jahr 2019
- EAN 9783428157877
- Format Kartonierter Einband
- ISBN 978-3-428-15787-7
- Titel Vom Reichshofrat zur Reichsfilmkammer.
- Untertitel Privilegienpraxis und Urheberrechte an Büchern und Filmen (16.20. Jahrhundert).
- Gewicht 613g
- Herausgeber Duncker & Humblot GmbH
- Anzahl Seiten 403
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Rechts-Lexika