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Von Zahlen, Politik und Macht
Details
Statistik ist nicht nur ein wichtiges Element der Darstellung demographischer und gesellschaftlicher Phänomene, sondern auch ein zentrales Hilfsmittel der Staatsverwaltung. Wie die meisten modernen Staaten richtete auch der schweizerische Bundesstaat, gefolgt von einem Teil der Kantone, ein statistisches Amt ein. Damit wurde die Statistik zu einer wichtigen Informationsquelle im Prozess der politischen Entscheidungsfindung. Die Geschichte der amtlichen und heute öffentlichen Statistik der Schweiz zeigt jedoch mehr als nur die Entwicklung eines Verwaltungszweiges. Es geht vielmehr um Machtbeziehungen, um Erkenntnisinteressen, ja um die Deutungshoheit in politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen. In den vergangenen fünfzig Jahren erfuhr diese Statistik eine tiefgreifende Umorientierung. Anstelle eines diskreten Werkzeugs der Verwaltung sollte die amtliche Statistik vermehrt der Bevölkerung Informationen über den Staat, die Wirtschaft und die Gesellschaft liefern. «Es ging nicht zuletzt auch darum», schreibt Carlo Malaguerra, der ehemalige Direktor des Bundesamtes für Statistik, «die Statistik als wichtigen Beitrag im Prozess der demokratischen Entscheidungsfindung, gewissermassen als gemeingesellschaftliches Gut, anzuerkennen. Die öffentliche Statistik gilt damit offiziell und weltweit als Rückgrat jedes demokratischen Staatswesens.» Die Geschichte des eidgenössischen statistischen Amtes und jene der statistischen Büros der Kantone und Kommunen ist bisher noch nie umfassend dargestellt worden. Diese Lücke wird hier nun geschlossen.
Autorentext
Hans-Ulrich Jost (geb. 1940) war von 1981 bis 2005 Professor für neuere Geschichte an der Universität Lausanne und präsidierte von 2005 bis 2014 die Kommission für die Herausgabe der Diplomatischen Dokumente der Schweiz. Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte der Schweiz des 19. und 20. Jahrhunderts veröffentlicht.
Inhalt
Zur Einführung 1 Statistik und Staat im 18. und 19. Jahrhundert 1.1 Anfänge der Statistik im Ancien Régime 1.2 Aufbau einer eidgenössischen Statistik 1.3 Das BFS im Feuer der Kritik 2 Statistik und gesellschaftlicher Wandel um 1900 2.1 Neue gesellschaftliche und staatliche Perspektiven 2.2 Institutionalisierung der amtlichen Statistik 2.3 Probleme, Kontroversen und Ungereimtheiten 3 Weltkriege und Wirtschaftskrise 3.1 Die Entwicklung des BFS und der lokalen Ämter 3.2 Arbeitsamt, BIGA und Lebenskostenindex 3.3 Konflikte zwischen Wirtschaft und Statistik 3.4 Zweiter Weltkrieg: Statistik und Kriegswirtschaft 4 Vom grossen Wirtschaftswachstum zur Ernüchterung, 19501980 4.1 Aufschwung, Boom und Rezession 4.2 Auf- und Ausbau der lokalen Statistik 4.3 Sozialstatistik und volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 4.4 Die eidgenössische Statistik im Umbruch 5 Paradigmawechsel und Umbau, 19802000 5.1 Der Wandel des internationalen Umfelds 5.2 Das Statistikgesetz von 1992 5.3 Auf dem Weg zu grundlegenden Reformen 5.4 Das Statistikkonzept der 1990er Jahre 6 Die öffentliche Statistik des 21. Jahrhunderts 6.1 Ausbau und Umzug des BFS 6.2 Neue Methoden, komplexe Programme 6.3 Probleme beim Start ins 21. Jahrhundert 6.4 Statistik, Demokratie und Service public Postskriptum
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783034013307
- Schöpfer Carlo Malaguerra
- Sprache Deutsch
- Größe H225mm x B155mm x T17mm
- Jahr 2016
- EAN 9783034013307
- Format Fester Einband
- ISBN 978-3-0340-1330-7
- Veröffentlichung 20.03.2016
- Titel Von Zahlen, Politik und Macht
- Autor Hans Ulrich Jost
- Untertitel Geschichte der schweizerischen Statistik
- Gewicht 400g
- Herausgeber Chronos Verlag
- Anzahl Seiten 176
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Geschichts-Lexika
- andere Carlo Malaguerra