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Warum kämpfen wir? Und wie hören wir auf? Imitation und Streit
Details
Menschen und Gemeinschaften begehren Objekte nicht um ihrer selbst willen sondern sie imitieren das Begehren anderer. Durch dieses »mimetische Begehren«, ein Grundkonzept im Denken des Kulturanthropologen und Religionsphilosophen René Girard (19232015), entstehen Rivalität und Konflikte. Wie diese zu einem Ende finden, beschreibt Girard mit einem »Sündenbock-Mechanismus«: Die mimetische Vergiftung bewegt sich weg vom Sehnen hin zu einem Opfer, das alle Schuld zu tragen hat als ob es tatsächlich verantwortlich wäre.
Girard gilt als Theoretiker der Stunde: Seine Überlegungen über Konflikte und Ideologien, wie sie das titelgebende Gespräch und sein letzter Essay »Über Krieg und Apokalypse« pointiert zugänglich machen, lassen uns die Entwicklungen der Gegenwart besser verstehen.
Autorentext
Renè Girard (19232015), französischer Kulturanthropologe, Literaturwissenschaftler und Religionsphilosoph, gilt als einer der prägenden Denker der letzten Jahrzehnte. Girard studierte Geschichte an der École nationale des chartes in Paris. 1947 ging er in die USA, wo er zweimal ein Guggenheim-Stipendium erhielt und 1979 ein Mitglied der American Academy of Arts and Sciences wurde. Er hatte mehrere Professuren inne, zuletzt seit 1981 an der Stanford University, Kalifornien. Sein Werk untersucht die Ursachen von Konflikten und Gewalt und bietet eine mimetische Theorie des Ursprungs der Kultur und des menschlichen Verhaltens. Er inspirierte Schriftsteller wie Milan Kundera und den Literaturnobelpreisträger J. M. Coetzee und wurde zu einem der 40 immortels der Académie française ernannt. Cynthia L. Haven ist Publizistin und Buchautorin. Sie hat unter anderem Studien über die Lyriker Czesaw Miosz und Joseph Brodsky vorgelegt. 2018 erschien ihre Girard-Biographie »Evolution of Desire: A Life of René Girard«; 2020 der Band »Conversations with René Girard: Prophet of Envy«.
Klappentext
Menschen und Gemeinschaften begehren Objekte nicht um ihrer selbst willen - sondern sie imitieren das Begehren anderer. Durch dieses »mimetische Begehren«, ein Grundkonzept im Denken des Kulturanthropologen und Religionsphilosophen René Girard (1923-2015), entstehen Rivalität und Konflikte. Wie diese zu einem Ende finden, beschreibt Girard mit einem »Sündenbock-Mechanismus«: Die mimetische Vergiftung bewegt sich weg vom Sehnen hin zu einem Opfer, das alle Schuld zu tragen hat - als ob es tatsächlich verantwortlich wäre. Girard gilt als Theoretiker der Stunde: Seine Überlegungen über Konflikte und Ideologien, wie sie das titelgebende Gespräch und sein letzter Essay »Über Krieg und Apokalypse« pointiert zugänglich machen, lassen uns die Entwicklungen der Gegenwart besser verstehen.
Inhalt
Konflikt (1986)
Über Krieg und Apokalypse (2009)
Gewalt und Religion: Ursache oder Wirkung? (2004)
Opfer, Gewalt und Christentum (1997)
Ein totalitärer Prozess (1987)
Vergeltung (1987)
Warum kämpfen wir? Und wie hören wir auf ? René Girard im Gespräch mit Robert Pogue Harrison (2005)
Zu dieser Ausgabe
Anmerkungen
Literaturhinweise (Werke Girards)
Nachwort: Wir streiten, weil wir gleich sein wollen. Wie eine paradoxe Einsicht Karriere macht.
Zum Autor / Zur Herausgeberin / Danksagung
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783150142714
- Übersetzer Ulrich Bossier
- Editor Cynthia L. Haven
- Schöpfer Cynthia L. Haven
- Nachwort von Cynthia L. Haven
- Sprache Deutsch
- Genre Philosophie: Antike bis Gegenwart
- Lesemotiv Verstehen
- Größe H148mm x B96mm x T10mm
- Jahr 2022
- EAN 9783150142714
- Format Kartonierter Einband
- ISBN 978-3-15-014271-4
- Veröffentlichung 17.10.2022
- Titel Warum kämpfen wir? Und wie hören wir auf? Imitation und Streit
- Autor René Girard
- Untertitel [Was bedeutet das alles?] Girard, René Erläuterungen; Denkanstöße; Analyse 14271
- Gewicht 66g
- Herausgeber Reclam Philipp Jun.
- Anzahl Seiten 120