Werke. 10 in 11 Bänden

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Details

"Herders Nachdichtungen haben Maßstäbe für die poetische Übertragung von Literatur gesetzt; sie haben Impulse für die literarische Entwicklung seiner Zeit mit oft bedeutenden Langzeitwirkungen gegeben. Die Volkslieder gehören zu den Initialzündungen des Aufbruchs einer neuen Dichtung um 1770; die Übertragung des Hohenlieds und sein Kommentar schufen die bis heute akzeptierte Auffassung dieses umstrittensten aller biblischen Bücher. Der Cid regte entscheidend die Romanzendichtung der Romantiker an und diente im 19. Jahrhundert als Schulbuch-Identifikationstext bürgerlich-liberalen Selbstverständnisses. Neben den Übersetzungen bietet der Band mit einer Auswahl von Herders Gedichten und Kurzprosa Beispiele vor allem der großen Reflexionsdichtungen als wichtiger Ausdrucksform von Herders anthropologischer Philosophie. Der Kommentar legt besonderen Wert auf die literatur- und übersetzungstheoretischen Gesichtspunkte und erschließt Herders immanente Poetik."


Autorentext
Johann Gottfried Herder wurde am 25. August 1744 Mohrungen, Ostpreußen geboren und starb am 18. Dezember 1803 in Weimar. Herder wuchs als Sohn des Kantors und Schullehrers Gottfried Herder und dessen zweiter Ehefrau Anna Elisabeth Peltz in bescheidenen Verhältnissen auf. Sein Elternhaus war religiös geprägt. Er entschied sich im Jahr 1762 nach Königsberg zu gehen und Chirurg zu werden. Erkannte jedoch, dass er für diesen Beruf ungeeignet war und schrieb sich als Student der Theologie an der Universität in Königsberg ein. In den Jahren 1762 bis 1764 besuchte er Vorlesungen über Astronomie, Logik, Metaphysik, Moralphilosophie und Mathematik bei Immanuel Kant. Bereits während des Studiums schrieb Herder Essays über philosophische Themen und sowie Gedichte. 1764 wurde er als Aushilfslehrer an die Domschule nach Riga berufen, wo er bis 1769 blieb und in eine Loge des Freimaurerbunds aufgenommen wurde. In dieser Zeit entstanden seine ersten größeren Veröffentlichungen zur Sprachphilosophie, die sein Freund Johann Friedrich Hartknoch verlegte. Herder postulierte, dass die literarischen Erzeugnisse aller Nationen durch den besonderen Genius der Volksart und Sprache bedingt seien. Zusammen mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller zählt Herder zum klassischen »Viergestirn« von Weimar. Aus seiner Ehe mit Maria Caroline Flachsland stammten sechs Söhne und eine Tochter.

Inhalt
Volkslieder l Lieder der Liebe l Terpsichore (Auswahl) l Der Cid l Paramythische Dichtung l Fabel und Epigramm l Reflexionsdichtung l Kommentar von Ulrich Gaier

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Editor Ulrich Gaier
    • Autor Johann Gottfried Herder
    • Titel Werke. 10 in 11 Bänden
    • Veröffentlichung 02.11.2017
    • ISBN 978-3-618-60735-9
    • Format Leder-Einband
    • EAN 9783618607359
    • Jahr 1990
    • Größe H265mm x B125mm x T52mm
    • Untertitel Band 3: Volkslieder. Übertragungen. Dichtungen
    • Gewicht 811g
    • Herausgeber Deutscher Klassikerverlag
    • Auflage 1. A.
    • Genre Literatur vor 1945
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 1531
    • GTIN 09783618607359

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