Werke in neun Bänden

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Details

In seinem Opus magnum Theorie des Films faßt Kracauer seine über vier Jahrzehnte geführte Auseinandersetzung mit dem Medium in Gestalt einer »materialen Ästhetik« zusammen.
Neben dem für diese Ausgabe durchgesehenen Text der Theorie des Films macht der Band erstmals den legendären »Marseiller Entwurf« zugänglich: den umfangreichen Aufriß einer Filmtheorie, den Kracauer in einer Situation der äußersten Bedrohung 1940/41 in Marseille notierte. Ergänzend werden Skizzen und Vorfassungen aus der Entstehungszeit der Theorie des Films veröffentlicht, die die umstrittene und oft mißverstandene Realismusthese der Studie in ein neues Licht rücken.


raquo;1960, sechs Jahre vor seinem Tod, verö;ffentlicht Siegfried Kracauer in New York seine »Theory of Film«. ... Die jetzt vorgelegte Neuedition macht erstmals die Entwü;rfe zugä;nglich, die zwanzig Jahre zuvor in Marseille entstanden sind. Insgesamt drei Notizhefte, zugleich argumentatives wie enzyklopä;disch rubriziertes Arbeitsmittel, hatte Kracauer mit Ideen und Exzerpten, mit Notaten und Kapiteldispositionen in kleinster Handschrift und tabellarischer Form gefü;llt: »Film I«, »Film II« und »Film III«. Diese im Marbacher Nachlaß; lagernden Hefte transkribiert und vollumfä;nglich publiziert zu haben, wird zweifellos eines der wichtigsten Verdienste der seit 2004 sukzessive erfolgenden Neuausgabe von Kracauers Werken sein.« **

Autorentext
Siegfried Kracauer, geboren am 8. Februar 1889 in Frankfurt am Main, war Architekt, Soziologe, Filmkritiker und Geschichtsphilosoph. Er gilt als einer der bedeutendsten Feuilletonisten der Weimarer Republik und leitete von 1930 bis 1933 die Feuilleton-Redaktion der Frankfurter Zeitung. Mit Die Angestellten veröffentlichte Kracauer 1930 die erste empirisch-soziologische Studie in Deutschland. Er wird darüber hinaus zu den Begründern der Filmsoziologe gezählt. 1933 floh Kracauer mit seiner Frau nach Paris und 1941, nach Kriegsbeginn, nach New York. Am 26. November 1966 starb er dort an einer Lungenentzündung. Zu den wichtigsten Werken Kracauers zählen neben Die Angestellten u.a. die Theorie des Films, die Essaysammlung Von Caligari zu Hitler und der Roman Ginster.

Klappentext

In seinem Opus magnum Theorie des Films faßt Kracauer seine über vier Jahrzehnte geführte Auseinandersetzung mit dem Medium in Gestalt einer »materialen Ästhetik« zusammen.Neben dem für diese Ausgabe durchgesehenen Text der Theorie des Films macht der Band erstmals den legendären »Marseiller Entwurf« zugänglich: den umfangreichen Aufriß einer Filmtheorie, den Kracauer in einer Situation der äußersten Bedrohung 1940/41 in Marseille notierte. Ergänzend werden Skizzen und Vorfassungen aus der Entstehungszeit der Theorie des Films veröffentlicht, die die umstrittene und oft mißverstandene Realismusthese der Studie in ein neues Licht rücken.


Inhalt
Einführung

  1. Fotografie
    Historischer Überblick
    Frühe Anschauungen und Trends
    Gegenwärtige Anschauungen und Trends
    Systematische Betrachtungen
    Das ästhetische Grundprinzip
    Die fotografische Einstellung
    Affinitäten
    Wirkungen
    Die Frage der Kunst
    I. Allgemeine Merkmale
  2. Grundbegriffe
    Eigenschaften des Mediums
    Die zwei Haupttendenzen
    Lumière und Méliès
    Die realistische Tendenz
    Die formgebende Tendenz
    Zusammenstöße zwischen den beiden Tendenzen
    Die filmische Einstellung
    Das Problem der Kunst
  3. Die Darstellung physischer Realität
    Registrierende Funktionen
    Bewegung
    Leblose Gegenstände
    Enthüllende Funktionen
    Gewöhnlich unsichtbare Dinge
    Phänomene, die das Bewußtsein überwältigen
    Sonderformen der Realität
  4. Affinitäten
    Ungestellte Realität
    Das Zufällige
    Endlosigkeit
    Im Ablauf von 24 Stunden
    Wanderrouten
    Das Unbestimmbare
    Psychophysische Entsprechungen
    Ein Grundprinzip des Schnitts
    Der »Fluß des Lebens«
    Noch einmal die Straße
    Bühneneinlagen
    II. Bereiche und Elemente
  5. Geschichte und Fantasie
    Geschichte
    Schwierigkeiten
    Kompromisse
    Fantasie
    Analytisches Schema
    Das Fantastische in theaterhafter Darstellung
    Die Darstellung des Fantastischen mit filmischen Tricks
    Das Fantastische im Material physischer Realität
  6. Bemerkungen über den Schauspieler
    Eigenschaften
    Natürlichkeit
    Beiläufigkeit
    Physische Erscheinung
    Funktionen
    Objekt unter Objekten
    Typen
    Der Laienschauspieler
    Der Hollywood-Star
    Der Berufsschauspieler
  7. Sprache und Ton
    Einleitung
    Frühe Bedenken
    Grunderfordernis
    Sprache
    Die Rolle des gesprochenen Wortes
    Arten der Synchronisierung
    Die Geräusche
    Über das Wesen von Geräuschen
    Verlaß auf symbolische Bedeutungen
    Rolle
    Arten der Synchronisierung
  8. Musik
    Physiologische Funktionen
    Die archaische Periode
    Musik, Bild und Zuschauer
    Ästhetische Funktionen
    Kommentierende Musik
    Aktuelle Musik
    Musik als Kristallisationskern des Films
  9. Der Zuschauer
    Wirkungen
    Wirkung auf die Sinne
    Reduziertes Bewusstsein
    Propaganda und Film
    Träume
    Befriedigungen
    Film und Fernsehen
    Lebenshunger
    Der Begriff von Leben als solchem
    Film - das »flimmernde Lebensrad«
    Kindliche Allmacht
    Rückkehr aus der Traumwelt
    III. Komposition
  10. Experimentalfilm
    Einleitung: Die zwei Haupttypen des Films
    Ursprünge
    Die Avantgarde-Bewegung
    Die Avantgarde als Modell
    Avantgarde-Intentionen
    Die umstrittene Spielhandlung
    Filmische Sprache
    Physische Realität
    »Die unrealistischste aller Künste«
    Avantgarde-Trends
    Entr'acte
    Nachdruck auf dem Rhythmus
    Nachdruck auf dem Inhalt
    Schlußbemerkungen
  11. Der Tatsachenfilm
    Einleitung
    Gattungen
    Merkmale
    Umfang der Untersuchung
    Der Film über Kunst
    Zunahme dreidimensionaler Natürlichkeit
    Der experimentelle Trend
    Der dokumentarische Trend
    Der Dokumentarfilm
    Bemühen um die materielle Realität
    Gleichgültigkeit gegenüber der materiellen Realität
    Wiederauftauchen der Story
  12. Die theatralische Story
    Einleitung
    Form und Inhalt
    Eine unfilmische Story-Form
    Ursprünge und Quellen
    Merkmale
    Betonung menschlicher Beziehungen
    Komplexe Einheiten
    Ablösbare Bedeutungszusammenhänge
    Ein zweckbestimmtes Ganzes
    Versuche einer Anpassung
    »Die großartigsten Dinge«
    Zwei Möglichkeiten
    Schlußbetrachtungen
    Unlösbares Dilemma
    D.W. Griffiths bewundernswerter Verzicht auf eine Lösung
  13. Zwischenspiel Film und Roman
    Ähnlichkeiten
    Wie der Film, so strebt auch der Roman danach, Leben in seiner Fülle darzustellen
    Wie der Film, so erstrebt auch der Roman Endlosigkeit
    Unterschiede
    Formale Eigenschaften
    Zwei Welten
    Über die Verfilmung von Romanen
    Unterschiede in filmischer Qualität
    Romaninhalte
    Filmgerechte Bearbeitungen
    Unfilmische Bearbeitungen
  14. Die gefundene Story und die Episode
    Die gefundene Story
    Definition
    Typen
    Die Episode
    Definitionen
    Typen
    Struktur
    Rahmenhandlung als Kunstmittel
  15. Fragen des Inhalts
    Drei Aspekte des Inhalts
    Unfilmischer Inhalt
    Begriffliches Denken
    Das Tragische
    Filmischer Inhalt
    Gegenstandsmaterial
    Motive
    Epilog
  16. Film in unserer Zeit
    Vorrang des inneren Lebens?
    Die intellektuelle Landschaft
    »Ruinen alter Glaubensinhalte«
    Ausblicke
    Straßen durch die Leere
    Forderung
    Erfahrung und ihr Material
    »Glanz des Sonnenuntergangs«
    Verfügbare Realität
    Physische Realität als Domäne des Films
    Die Errettung der physischen Realität
    Eine Kunst, die anders ist
    Momente des täglichen Lebens
    Materielle Evidenz
    Von unten nach oben
    »The Family of Man«
    Bibliograp…

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Beiträge von Sabine Biebl
    • Untertitel Band 3: Theorie des Films. Die Errettung der äußeren Wirklichkeit
    • Autor Siegfried Kracauer
    • Titel Werke in neun Bänden
    • ISBN 978-3-518-58343-2
    • Format Kartonierter Einband
    • EAN 9783518583432
    • Jahr 2005
    • Größe H200mm x B125mm x T45mm
    • Gewicht 835g
    • Herausgeber Suhrkamp Verlag AG
    • Editor Inka Mülder-Bach
    • Auflage 1. A.
    • Genre Musik, Film & Theater
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 914
    • GTIN 09783518583432

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