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Die Vetus Latina Apocalypsis Johannis eine eigene Stufe der breiten Rezeption der Johannesoffenbarung in der kirchlichen und theologischen Tradition
Die Offenbarung des Johannes ist einer der wirkmächtigsten Texte des Neuen Testaments. Während diese Schrift im griechisch-sprachigen Osten des Mittelmeerraums lange Zeit eher ein Buch der Sieben Siegel blieb, erfreute sie sich in der lateinischen Welt einer großen Beliebtheit. Einer der Gründe hierfür mag sicherlich darin zu sehen sein, dass die Johannesoffenbarung schon rasch nach ihrer Abfassung ins Lateinische übersetzt wurde. Die sog. Vetus Latina Apocalypsis Johannis darf, wie die mit dem Armin-Schmitt-Preis 2021 ausgezeichnete Studie zeigt, in ihrer frühesten in Nordafrika entstandenen und verbreiteten Form darum ganz folgerichtig als eine eigene Stufe der breiten Rezeption der Johannesoffenbarung in der kirchlichen und theologischen Tradition betrachtet werden. Gegenüber dem griechischen Ausgangstext des Novum Testamentum Graece (NA28) tritt bei sorgfältiger synchroner Lektüre des griechischen mit dem altlateinischen Text ein bedeutsamer Mehrwert bzw. Anderswert zu Tage, der aufgrund der in der neutestamentlichen Textkritik in den vergangenen Jahren erfolgten Rekonzeptualisierung, was die Betrachtung und den Stellenwert versioneller Texte anbetrifft, einen bislang eher unbekannten Blick auf die Ekklesiologie, Mariologie sowie Theologie (sic!) und Christologie der Offenbarung freilegt. Matthias Geigenfeind versteht seine Arbeit zugleich als Appell, den Versionen neutestamentlicher Schriften als Zeugen für einen gelebten Text vertiefte Aufmerksamkeit zu schenken, da sich hierdurch ein Fenster in die frühe Überlieferung der biblischen Schriften öffnet.
Vorwort
Wer den Versionen neutestamentlicher Schriften vertiefte Aufmerksamkeit schenkt und sie als Zeugen für einen gelebten Text sieht, dem kann sich hierdurch ein Fenster in die frühe Überlieferung der biblischen Schriften öffnen.
Autorentext
Matthias Geigenfeind (* 1989), im WiSe 2025/2026 Lehrstuhlvertreter für Neues Testament am Institut für Katholische Theologie der Universität Paderborn. Seit 2023: Akademischer Rat a.Z. an der Professur für Exegese des Neuen Testaments am Institut für Biblische Exegese und Theologie (IBET) der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Studium in Regensburg und Jerusalem (Theologisches Studienjahr an der Dormitio-Abtei). 2021 Promotion in Regensburg. 2015-2023 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Septuaginta und biblische Textforschung (ISBTF) der Kirchlichen Hochschule Wuppertal im DFG-Projekt Editio Critica Maior: Die Johannesoffenbarung (ECM-Apk). 2022-2023 Stellvertretender Projektleiter und Acting Manager. Lehraufträge an den Universitäten Duisburg-Essen (WiSe 2021/2022), Hamburg (SoSe 2022) und Regensburg (SoSe 2023).
Zusammenfassung
Die Offenbarung des Johannes ist einer der am wirkmächtigsten Texte des Neuen Testaments. Während diese Schrift im griechisch-sprachigen Osten des Mittelmeerraums lange Zeit eher ein Buch der Sieben Siegel blieb, erfreute sie sich in der lateinischen Welt einer großen Beliebtheit. Einer der Gründe hierfür mag sicherlich darin zu sehen sein, dass die Johannesoffenbarung schon rasch nach ihrer Abfassung in das Lateinische übersetzt wurde. Die sog. Vetus Latina Apocalypsis Johannis darf, wie die mit dem Armin-Schmitt-Preis 2021 ausgezeichnete Studie zeigt, in ihrer frühesten in Nordafrika entstandenen und verbreiteten Form darum ganz folgerichtig als eine eigene Stufe der breiten Rezeption der Johannesoffenbarung in der kirchlichen und theologischen Tradition betrachtet werden. Gegenüber dem griechischen Ausgangstext des Novum Testamentum Graece (NA28) tritt bei sorgfältiger synchroner Lektüre des griechischen mit dem altlateinischen Text ein bedeutsamer Mehrwert bzw. Anderswert zu Tage, der aufgrund der in der neutestamentlichen Textkritik in den vergangenen Jahren erfolgten Rekonzeptualisierung, was die Betrachtung und den Stellenwert versioneller Texte anbetrifft, einen bislang eher unbekannten Blick auf die Ekklesiologie, Mariologie sowie Theo-logie (sic!) und Christologie der Offb freilegt. Die Arbeit versteht sich auch zugleich als Appell, den Versionen neutestamentlicher Schriften als Zeugen für einen gelebten Text vertieft Aufmerksamkeit zu schenken, da sich hierdurch ein Fenster in die frühe Überlieferung der biblischen Schriften öffnet.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Untertitel Die Vetus Latina Apocalypsis Johannis in Nordafrika am Beispiel von Offb 1112
- Autor Matthias Geigenfeind
- Titel Wirkung durch Übersetzung
- Veröffentlichung 08.12.2025
- ISBN 978-3-525-55296-4
- Format Fester Einband
- EAN 9783525552964
- Jahr 2025
- Größe H233mm x B166mm x T35mm
- Gewicht 672g
- Herausgeber Vandenhoeck + Ruprecht
- Editor Agnethe Siquans, Hans-Ulrich Weidemann, Susanne Plietzsch, Uta Heil
- Genre Christentum
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 349
- GTIN 09783525552964