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Wissenschaft evaluieren
Details
Evaluationen, Monitoring und Formen der Qualitätssicherung spielen heute eine zentrale Rolle im Wissenschaftssystem. Der Kölner Wissenschaftsrat verlieh dem Instrument der Forschungsbewertung nachhaltige Durchschlagskraft, indem er die Evaluation mit der deutsch-deutschen Vereinigung 1990 besonders stark machte. Die Vereinigung ging auf wissenschaftlicher Ebene mit einer umfassenden Bestandsaufnahme ostdeutscher Forschungseinrichtungen einher, was zu Institutsschließungen, Abwicklungen sowie Neu- und Umgründungen führte. Dieser Prozess wird in den Fachdisziplinen bis heute ambivalent diskutiert. Marie-Christin Schönstädt zeigt mit ihrer Studie wissenschaftsgeschichtlich auf, dass die Transformation des ostdeutschen Wissenschaftssystems eigentlich dem Westen galt. Der Wissenschaftsrat richtete sein Handeln konsequent an westdeutschen Problemlagen aus, ohne ostdeutsche Spezifika zu berücksichtigen. Gleichzeitig setzte die Evaluation der früheren DDR-Akademieinstitute Impulse für die vereinte Wissenschaftslandschaft und wirkte als Katalysator einer doppelten Ko-Transformation, an deren Ende die Systemevaluation in den beginnenden 2000er Jahren stand.
Autorentext
Marie-Christin Schönstädt ist wissenschaftliche Bibliothekarin und leitet das Bibliotheksmanagement der FOM Hochschule in Essen. Dort ist sie für Lizenzgeschäfte und die digitale Literaturerwerbung zuständig.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Gewicht 660g
- Untertitel Der Wissenschaftsrat und das ostdeutsche Wissenschaftssystem während der Wende (1989/90)
- Autor Marie-Christin Schönstädt
- Titel Wissenschaft evaluieren
- Veröffentlichung 21.02.2024
- ISBN 978-3-515-13590-0
- Format Fester Einband
- EAN 9783515135900
- Jahr 2024
- Größe H245mm x B175mm x T23mm
- Herausgeber Steiner Franz Verlag
- Anzahl Seiten 299
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Geschichte
- GTIN 09783515135900