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Zentralisierungsgrad der Rechtsdurchsetzung am Beispiel der lex mercatoria
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A4J14GB1DC2
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Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, ob und unter welchen Umständen die Entstehung eines Rechtssystems auch ohne staatliche beziehungsweise ohne eine übergeordnete Macht möglich ist. Dazu werden auf Basis konflikttheoretischer Modelle Überlegungen zu einem Zyklus der Zentralisierungsgrade der Rechtsdurchsetzung angestellt. Üblicherweise wird in der Volkswirtschaftslehre davon ausgegangen, dass bestimmte Güter öffentlicher Art nicht effizient privat bereitgestellt werden können und demzufolge unter staatliche Lenkung fallen. Ein Rechtssystem zählt ebenfalls dazu, weil hohe Kosten der Rechtsdurchsetzung und Überwachung anfallen. Allerdings kann die Funktionsweise von Institutionen nicht immer mit den weitläufig verbreiteten Modellen erklärt werden. Ein Beispiel dafür ist die mittelalterliche lex mercatoria, bzw das ius mercatorum. Es handelt sich hierbei um ein Kaufmannsrecht, welches bindend für alle Kaufleute und losgelöst von jeglicher staatlicher oder obrigkeitlicher Bindung Jahrhunderte lang das vorrangige Rechtssystem der Kaufleute bildete. Die Besonderheit liegt in der dezentralen Entstehung dieses als Gewohnheitsrecht funktionierenden und von den Kaufleuten selbst durchgesetzten Ordnungsrahmens. Innerhalb der immer größer und intransparenter werdenden Gruppe von Kaufleuten erhielt sich, entgegen der üblichen Annahmen, eine effiziente Selbstorganisation.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783836656184
- Sprache Deutsch
- Größe H270mm x B190mm x T6mm
- Jahr 2008
- EAN 9783836656184
- Format Kartonierter Einband
- ISBN 978-3-8366-5618-4
- Veröffentlichung 11.02.2008
- Titel Zentralisierungsgrad der Rechtsdurchsetzung am Beispiel der lex mercatoria
- Autor Mareike Herda
- Untertitel Kliometrische Studie zur Rechtsentwicklung
- Gewicht 199g
- Herausgeber Diplomica Verlag
- Anzahl Seiten 74
- Genre Arbeits- & Sozialrecht
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