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Zu Befehl, Frau Doktor!
Details
Texas in den 1890er-Jahren: Als Rächer der Entrechteten und Beschützer der Wehrlosen ziehen die »Hangers Reiter« durch die Prärie. Die vier ehemaligen Soldaten lehren Viehdiebe, Glücksritter und Betrüger das Fürchten; ihr legendärer Ruf eilt ihnen weit voraus. Doch als die Kugel eines Viehdiebes einen der Ihren trifft, sind die Retter selbst auf Rettung angewiesen. Matthew Hanger, Anführer der Reiterbande, bringt seinen Freund zu »Doktor Joe« und ist sehr überrascht, statt eines knurrigen Alten plötzlich der patenten jungen Ärztin Josephine gegenüberzustehen. Diese beeindruckt ihn nicht nur durch ihr medizinisches Geschick, sondern auch durch Selbstbewusstsein und Schlagfertigkeit. Doch auch Doktor Joe braucht Hilfe: Ihr Bruder wurde entführt. Von ihrem Vater, mit dem sich der Bruder überworfen hat, ist keine Hilfe zu erwarten. Ihre letzte Hoffnung sind die »Hangers Reiter«. Doch wird Matthew alles auf Spiel setzen sein eigenes Leben und das seiner Männer eingeschlossen um der kommandierfreudigen Frau Doktor beizustehen?
Autorentext
Karen Witemeyer liebt historische Romane mit Happy-End-Garantie und einer überzeugenden christlichen Botschaft. Nach dem Studium der Psychologie begann sie selbst mit dem Schreiben. Zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in Texas.
Leseprobe
Kapitel 1 Purgatory Springs, Texas Mai 1893 »Sie haben uns festgenagelt, Hauptmann.« Matt Hanger drückte sich mit dem Rücken gegen die Wand der alten Hütte, hinter der er mit Wallace Schutz gesucht hatte, und lud seine Remington nach. Schüsse zerrissen die Luft, als die Bande Viehdiebe, die sie ihrem Auftrag gemäß unschädlich machen sollten, näher kam. Matts früherer Trompeter erwiderte das Feuer von der einen Seite des baufälligen Gebäudes aus, während Matt neue Patronen aus dem Waffengürtel nahm. »Halte die Stellung, Wallace«, befahl Matt mit fester Stimme. Mark war ein guter Soldat. Er war manchmal etwas draufgängerisch, aber ein Mann, auf den man sich verlassen konnte, wenn es darauf ankam. So wie jetzt. Preach und die Viehzüchter, die sie angeheuert hatten, brauchten mehr Zeit, um die gestohlenen Rinder zurück zur Circle-D-Ranch zu bringen. Die Viehdiebe durften noch nicht bemerken, dass man sie hinters Licht geführt hatte. Und es lag an Matt und Wallace, die Bande abzulenken. Nachdem er auch die sechste Patrone in die Trommel gesteckt hatte, wandte sich Matt wieder dem Kampf zu, zielte und schoss einem der Viehdiebe, der sich zu weit aus seiner Deckung gewagt hatte, den Hut vom Kopf. Der Kerl schrie auf und krabbelte zurück hinter die Eiche, die auch seinem Kompagnon Schutz bot. Nach dem Desaster am Wounded Knee hatten Matt und die anderen den Dienst in der Armee quittiert und den Pakt geschlossen, nie wieder tödliche Gewalt anzuwenden. Von nun an mochten sie Söldner sein, doch all ihren Auftraggebern machten sie von vornherein klar, dass es für sie nicht infrage kam, jemanden umzubringen. Den Hut eines Mannes als Ziel zu nehmen nun, man musste ja in Übung bleiben. »Jonah sollte bald in Position sein«, sagte Matt, als Wallace sich hinter die Wand zurückzog, um nachzuladen. »Wir müssen sie nur noch ein paar Minuten hinhalten.« Ein Schuss ließ das Holz neben Matts Gesicht zersplittern. Er zuckte zurück und warf einen schnellen Blick zu Wallace hinüber, um sicherzugehen, dass es dem Jüngeren gut ging. Er hatte den Kopf gesenkt, die Augen auf seine Finger gerichtet und beeilte sich mit dem Nachladen. Eine gute Taktik, um schnell zu sein, doch damit opferte er die Wachsamkeit seiner Umgebung gegenüber. Sofort ließ Matt den Blick über den Waldsaum an der Seite seines Partners schweifen. Dort. Eine Bewegung. Er schoss. Ein Aufschrei erklang, als einer der Viehdiebe zu Boden ging. Wallaces Kopf fuhr herum, genau wie seine Waffe. Er sah den Verletzten, dann wandte er sich Matt mit einem Lächeln auf dem Gesicht zu. Doch unvermittelt wurde sein Ausdruck hart. Er warf sich nach vorne. »Runter!«, schrie er, schubste Matt aus dem Weg und feuerte. Ein zweiter Schuss erklang fast gleichzeitig. Mark stöhnte auf und ging zu Boden. »Wallace!« Matt krabbelte in eine bessere Position. Er musste seinen Mann beschützen. Die Banditen näherten sich ihnen von beiden Seiten. Matt zog Wallace näher an die Wand und schirmte ihn mit seinem Körper ab. Er feuerte nach rechts, dann wirbelte er herum und schoss nach links. Nur noch zwei Schuss übrig. Gott, ich könnte wirklich Hilfe gebrauchen. Wie eine Himmelstrompete erklangen Gewehrschüsse hinter seinem Rücken. Erst von rechts, dann von links. »Werft die Waffen weg!«, rief eine tiefe Stimme. »Wir haben euch umzingelt.« Jonah. Gott sei Dank. Jonah war schon mehr als einmal Gottes Antwort auf Matts Gebete gewesen, doch selten war es so dringend gewesen wie heute. Sie hatten einen Verletzten, den Jüngsten der Truppe. »Wie schlimm ist es, Wallace?« Matt nahm seine Augen nicht von den Bäumen. Er hatte einen der Viehdiebe zwar mit einem Beinschuss niedergestreckt, doch der Gesetzlose stellte immer noch eine Gefahr dar. Bestimmt hatte auch Wallace den Gegner getroffen, doch das Dickicht verbarg zu viel, um das mit Sicherheit zu sagen. »Schulterschuss, Hauptmann. Mein Waffenarm ist nutzlos, aber ich glaube nicht, dass ich in nächster Zeit an der Himmelspforte anklopfen werde.« Der Schmerz in der Stimme des jungen Mannes strafte seine spöttischen Worte Lügen. Ein weiterer Schuss erklang aus entgegengesetzter Richtung. Ein Schrei ertönte zwischen den Bäumen, gefolgt von einem dumpfen Schlag, als etwas Schweres zu Boden fiel. Hoffentlich eine Waffe. »Der Mann hat gesagt, dass ihr eure Waffen fallen lassen sollt.« Preachs Stimme. Er musste zurückgeritten sein, nachdem die Viehzüchter die Rinder aus dem Canyon geholt hatten, wo die Banditen sie versteckt hatten. »Tut besser, was er sagt, und kommt dann mit erhobenen Händen raus. Ich bin nicht gerade für meine Geduld bekannt.« Einer nach dem anderen kamen die Viehdiebe mit erhobenen Händen aus dem Dickicht hervor. Einer hatte nur einen Arm erhoben, den anderen presste er an seine linke Seite, wo ihn eine Kugel erwischt hatte. Der, den Matt ins Bein getroffen hatte, stützte sich humpelnd auf einen seiner Kumpane. Matt hielt seinen Blick und seine Waffe auf die Viehdiebe gerichtet und ging vorsichtig rückwärts, bis er die Wand der Hütte berührte. Dann ließ er sich langsam nach unten rutschen, um Wallaces Wunde in Augenschein zu nehmen. Ein schneller Blick sagte ihm, dass er richtig vermutet hatte. Die Verletzung war schwer. Mark hatte sich zwar in eine halbwegs aufrechte Position gebracht und einen improvisierten Verband angelegt, doch das Blut sickerte schon durch den Stoff. Das Gesicht des jungen Mannes war weiß und der Mund, der sonst die Frauen mit einem schelmischen Lächeln verzauberte, war zu einer qualvollen Grimasse verzogen. Wallace brauchte einen Arzt. Und zwar schnell. Doch sie waren mitten im Nirgendwo. In der Nähe gab es nur ein paar Farmen und eine Ansammlung von Hütten, die sich Stadt schimpfte. Der nächste wirkliche Ort war San Marcos, etwa zehn Meilen entfernt. Die Chancen, dass Mark diesen Ritt überlebte, waren mehr als gering. Doch einen Arzt hierherzuholen, würde mindestens zwei Stunden dauern. Sobald Jonah und Preach aus unterschiedlichen Richtungen auf sie zukamen und die Viehdiebe einkesselten, steckte Matt seine Waffe weg und wandte sich ganz Wallace zu. »Ist der Junge getroffen, Boss?«, fragte Jonah, während er dem Mann, der offensichtlich der Anführer der Bande war, die Hände mit einem Lederriemen auf den Rücken band. »Jep. In die rechte Schulter«, antwortete Matt, während er den improvisierten Verband abnahm und nun einen Druckverband anlegte. Er wickelte ihn so fest, wie er konnte. »Ich kümmere mich um ihn, aber er braucht dringend einen Arzt. Besser früher als später.« »Ich brauche auch einen Arzt«, jammerte einer der Diebe. Wahrscheinlich der mit dem Beinschuss, aber Matt kümmerte sich nicht weiter um ihn. »Dalton«, rief Preach, »wo finden wir den nächsten …
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Gewicht 432g
- Autor Karen Witemeyer
- Titel Zu Befehl, Frau Doktor!
- Veröffentlichung 26.02.2021
- ISBN 978-3-96362-193-2
- Format Kartonierter Einband
- EAN 9783963621932
- Jahr 2021
- Größe H205mm x B135mm x T33mm
- Herausgeber Francke-Buch GmbH
- Anzahl Seiten 360
- Übersetzer Rebekka Jilg
- Auflage Auflage
- Genre Historische Romane & Erzählungen
- Lesemotiv Eintauchen
- GTIN 09783963621932