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Zwischen Orten, Zeiten und Kulturen
Details
Im Mittelpunkt des Bandes stehen das Konzept des Transitorischen und seine literarischen Ausgestaltungen. Zweifel am kulturtheoretischen Paradigma des Transitorischen werden vor allem im Kontext der Exilerfahrungen deutlich gemacht. Andererseits wird ein modernes freiwilliges Nomadensein dargestellt, das einen sinnstiftenden Existenzmodus kreiert.
Im Mittelpunkt des Bandes stehen das vielfältige Konzept des Transitorischen und seine literarischen Ausgestaltungen. Die Beiträge beleuchten den etwas diffusen Begriff des Transitorischen anhand unterschiedlicher literarischer Werke, Motive, Themen und Topoi. Das dargestellte Spektrum der Forschungen reicht von den negativen Erfahrungen des Transits in der Exilliteratur über das Motiv der Reise, das Topos des homo viator, transitorische Orte und Zustände bis zu transitorischen Identitäten. Im Horizont einer «Poetik des Transitorischen» (Rüdiger Görner) entsteht aus fließenden Übergängen und Grenzen ein «Dazwischen». Zu dieser Poetik gehören u.a. die Erkenntnisse der Wandelbarkeit und Prozesshaftigkeit der scheinbar feststehenden Kategorien (Nation, Kultur, Geschlecht, Identität), die veränderte Raumwahrnehmung, die Aufwertung der Bewegung und die Versuche, das (post-)moderne Subjekt zu verorten.
Autorentext
Jolanta Pacyniak ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik und Angewandte Linguistik an der Maria-Curie-Sklodowska-Universität Lublin (Polen). Ihre Forschungsschwerpunkte sind deutsche und polnische Phantastik sowie das Phänomen der Grenze in der deutschen und polnischen Literatur.
Anna Pastuszka ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik und Angewandte Linguistik an der Maria-Curie-Sklodowska-Universität Lublin (Polen). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Erinnerungs- und Reiseliteratur sowie der Ort/Raum in der Literatur.
Inhalt
Inhalt: Jolanta Pacyniak/Anna Pastuszka: Einleitung Irmela von der Lühe: «Öfter als die Schuhe die Länder wechselnd» - Fluchtorte und Transiträume in der Literatur des deutschsprachigen Exils Kerstin Schoor: Wider das Konzept vom «frei flottierenden» Subjekt: Die Entstehung der Ghettogeschichte in den plurikulturellen Regionen Ost(Mittel)Europas Hans Richard Brittnacher: «Das unglückliche Geschöpf ohne Vaterland, ohne Familie, ohne Heimat.» «Zigeuner» als transitorische Existenzen? Maciej Walkowiak: Zu autobiographisch profilierten Hauptdeterminanten des Transitorischen in Stefan Zweigs Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers. Der «homo viator» in der mehrdimensionalen Fremde des englischen Exils Beate Sommerfeld: Literarische Figurationen des «homo viator» in Christoph Ransmayrs Atlas eines ängstlichen Mannes Halina Ludorowska: Das Transitorische in der ostdeutschen Adoleszenz (Jenny Erpenbeck: Geschichte vom alten Kind) Agnieszka Dylewska: Zum Transitorischen in Gabriele Geliens Märchenroman Der güldene Baum Anna Pastuszka: «Die Bewegung trägt.» Das transitorische Ich in den Streifzügen und Passagen von Ilma Rakusa Grayna Krupiska: Das postmoderne Reisen im Roman Die Fahrt von Sibylle Berg Nina Nowara-Matusik: Das transitorische Ich. Eberhard Hilschers Walther-von-der-Vogelweide-Roman Janusz Golec: Großstadtmythologie und -wirklichkeit. Franz Hessels Spazieren in Berlin Jewgenija Woloschtschuk: Juden auf Wanderschaft: Die Verkehrsmittel in Hiob Joseph Roths Dorota Tomczuk: «Sich durchs Leben schreiben; auf der Spur der Leere bleiben» - Aufbruch aus dem Alltag und Identitätssuche in Peter Handkes Reisebildern Ewa Pytel-Bartnik: Geschichte entlang der Straßenbahnlinie. Zum Transitorischen in Annett Gröschners Mit der Linie 4 um die Welt Alexander Chertenko: Transitraum als Erinnerungsort in Alexander Häussers Zeppelin! Jolanta Pacyniak: Transitorische Orte und Zustände bei Olga Tokarczuk Izabella Golec: Odyssee, Sirenen, Nomadentum. Joanna Bators Wolkenfern Agnieszka Palej: «Die Deutschmacher von Friedland»: Der polnisch-deutsche Schriftsteller Dariusz Muszer und seine literarischen Provokationen Karolina Sidowska: Neue Emigranten - zur neuesten Prosa polnischer Autoren in Deutschland Monika Hernik-Modzianowska: **«Wozu war die Reise gut? Um hier zu sein!» - zur Erfahrung des Transitorischen in Texten deutsch-polnischer Autoren.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783631670002
- Sprache Deutsch
- Editor Jolanta Pacyniak, Anna Pastuszka
- Größe H216mm x B153mm x T19mm
- Jahr 2015
- EAN 9783631670002
- Format Fester Einband
- ISBN 978-3-631-67000-2
- Veröffentlichung 28.11.2015
- Titel Zwischen Orten, Zeiten und Kulturen
- Untertitel Zum Transitorischen in der Literatur
- Gewicht 438g
- Herausgeber Peter Lang
- Anzahl Seiten 248
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Allgemeine & vergleichende Literaturwissenschaft
- Auflage 15001 A. 1. Auflage